Es war einmal… der €uro
Das Euro-Abenteuer geht zu Ende
Es war einmal der Euro
Geldherrschaft
Es war einmal der Euro
Deutschland wählt

Sollte über die „EU-Rettungspakete“, verbürgt aus unseren Steuergeldern, per Volksentscheid entschieden werden?

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Fr 23. April 2010 | ZDF | ZDF Spezial - Athen Hilfen illegal >>zum Video

Fr 26. März 2010 | ZDF | Wir sind Griechenland
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Do 18. März 2010 | ARD/ZDF | Morgenmagazin
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So 07.März 2010 | SWR | Tele-Akademie
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Einladung zur Finanztagung “Ja zu Euro und Europa – Sanierer zeigen Auswege”

Ich lade Sie herzlich zur Finanztagung “Ja zu Euro und Europa – Sanierer zeigen Auswege” ein.

Die Tagung findet am 2. Dezember 2011, von 9.00 – 17.30 Uhr im Hotel Adlon Kempinski Berlin, Unter den Linden 77, 10117 Berlin statt.

Kostenbeitrag: 45 Euro (inkl. Mittagessen und Erfrischungsgetränke).

Anmeldung unter md@supplinburg.de.

Moderation: Carlos A. Gebauer, Rechtsanwalt und Autor

Zu Lösungswegen aus der Krise und deren politischer Umsetzung werden sprechen:

Beatrix von Storch, Sprecherin der Zivilen Koalition e.V.
Andrea Prym-Bruck, Unternehmensberaterin, Gründungs- und Kuratoriumsmitglied der Stiftung Familienunternehmen
Prof. Dr. Wilhelm Hankel, Wirtschaftswissenschaftler und Währungsspezialist
Prof. Dr. Eberhard Hamer, Vorstand Mittelstandsinstitut Niedersachsen e.V., Vorsitzender Deutsche Mittelstandsstiftung e.V.
Dirk Müller, Bankkaufmann und Börsenhändler, “Mr. Dax”
Frank Schäffler, MdB – FDP
Prof. Dr. Thorsten Polleit, Frankfurt School of Finance and Management
Prof. Dr. Dr. habil. Markus C. Kerber, TU Berlin

Nähere Informationen zur Tagung und zum Programm finden Sie hier.

Ich würde mich sehr freuen, Sie am 2. Dezember in Berlin zu sehen!

Mit besten Grüßen,

Ihr Wilhelm Hankel

Anmeldung:
Ihre Anmeldung erbitten wir mit dem  per E-Mail md@supplinburg.de.

Teilnahmekosten:
45,- Euro. Zahlbar nur bei Einlass an der Tageskasse
(inklusive 19% Mehrwertsteuer, Mittagessen und Erfrischungen)

Veranstalter:
Supplinburg – events for change, Postfach 600 707, 14407 Potsdam,
Tel. +49 (0)331-2009913, E-Mail: md@supplinburg.de

Das Ende der Euro-Illusionen Interview mit John Lanta

Lanta: Der Spiegel titelt mit einer kaputten Euro-Münze und fragt: Was jetzt? Wie schlimm ist die europäische Währungs- und Finanzkrise?

Hankel: Endlich verfügt die Öffentlichkeit über ein klares Bild der Situation des Euro – nämlich die Bewertung durch die Finanzmärkte, statt mehr oder minder zweckbestimmter Kommentare durch Regierung, Medien und den Spiegel. Endlich verfügen wir nämlich über ein objektives Thermometer über den Stand des Euro-Fiebers, der Staatsverschuldung und der Fehlinvestitionen der Banken sowie der damit verbundenen Kreditrisiken. Jeder kann das jetzt an den durch die einzelnen Krisenländer zu zahlenden Zinsen und Kurssicherungskosten zweifelsfrei ablesen. Denn die Märkte sind endlich aufgewacht aus der gefährlichsten aller Euro-Illusionen: als ob die verschiedenen Euro-Länder gleiche Bonität und gleiche Kreditwürdigkeit besäßen. Es gehört zum Irrationalismus deutscher Politik gerade jetzt, wo das Fieberthermometer funktioniert, es außer Kraft setzen oder gar abschaffen zu wollen. Auch afrikanische Buschmänner handeln nach dieser Logik: Wenn man  das Fieberthermometer zerbricht, ist das Fieber weg und der Patient wird gesund!

Lanta: Wo steht es und wie sind die Aussichten des ESFS?

Hankel: Der so genannte Rettungsfonds soll mit einem Eigenkapital von 28 Millionen Euro an einem Ausleihungsvolumen von 400 Milliarden Euro funktionieren. Das wäre  eine Haftungsquote von 0,007%! Die ersten Quittungen hat er ja schon bekommen: Weder werden seine Anleihen zügig gekauft, noch zu deutschen Zinssätzen. Der Fonds musste erst kürzlich das Doppelte des vergleichbaren deutschen Zinssatzes zahlen. Es ist mir schleierhaft, wie man glauben kann, dass ein Fonds, der Schrottanleihen kaufen soll, seinen AAA-Status behalten kann.

Lanta: Eurobonds oder EZB-Käufe von Schrott-Anleihen: Was empfehlen Sie?

Hankel: Weder das eine noch das andere. Sowohl das Bundesverfassungsgericht als auch die Bundesbank verbieten Eurobonds. Das Bundesverfassungsgericht, weil eine Finanzierung von Staatsdefiziten über Eurobonds zu einer unbegrenzten Übertragung von deutschen Staatseinnahmen an das Ausland führen würde – und diese Automatik hat das Gericht verboten.

Eine Finanzierung von Schrottanleihen über die EZB, das hat Bundesbankpräsident Weidmann erst kürzlich unmissverständlich klargestellt, zerstört die Währung und damit den Kredit Europas an den internationalen Finanzmärkten. Deswegen bedeutet der Kauf von Schrottanleihen durch die EZB keine Rettung des Euros sondern ist der sicherste Weg in seinen Untergang.

Lanta: Wie bewerten Sie die französische und die englische Politik in dieser Lage?

Hankel: Die französische Politik ist von der Angst um das eigene Bankensystem geprägt, denn Frankreichs Banken sind in Griechenland am stärksten exponiert. Englands Haltung zur Eurokrise spiegelt natürlich auch die Interessen dieses Landes wider: Es hat seine eigene nationale Währung und will sie auch behalten. Deswegen tut Frau Merkel gut daran, sich mehr an der englischen Sicht als an der französischen zu orientieren, denn auch Deutschland muss zurückfinden zu seiner nationalen Währung.

Lanta: Was sollte die Bundesregierung Ihrer Ansicht nach tun?

Hankel: Viel engeren Schulterschluss mit England als mit Frankreich suchen. Eine Lösung der Eurokrise auf der Grundlage nationaler Währungen würde die verhängnisvolle Spaltung Europas in Euro- und Nicht-Euroländer beseitigen.

Lanta: Können wir uns das als Exportland erster Klasse leisten?

Hankel: Und ob! Deutschlands Wirtschaft beginnt langsam zu begreifen, dass Exportstärke und Exportleistung und eine schwache Währung nicht zusammengehen. Unser Nachbar Schweiz zeigt gerade, was er mit seiner starken Währung leisten kann: den billigen Einkauf von hoch rentablen Produktionsstandorten im Ausland.

Lanta: Aber es heißt doch, dass die neue alte Mark sofort unter einen riesigen Aufwertungsdruck käme…

Hankel: Das wäre wunderbar, dann könnten Schäuble oder seine Nachfolger Deutschlands Billionen Euro-Staatschulden billig tilgen.

Lanta: Am kommenden Freitag, den 2. Dezember 2011, findet im Berliner Hotel Adlon eine Tagung mit hochrangigen Finanzexperten wie Ihnen und weiteren Professoren wie Kerber, Hamer vom Mittelstandsinstitut und Polleit von der Barclays Bank Deutschland statt. Wozu dient diese?

Hankel: Einer besseren Information als beim Spiegel! Diese Tagung soll einer breiteren Öffentlichkeit verständlich machen, worum es in Wahrheit geht. Unsere Bürger müssen auf gesicherter Grundlage entscheiden können, wie sie sich und ihre Vermögen vor den Folgen des Euro-Wahnes schützen können. Ihnen wird doch in Sachen Euro permanent blauer Dunst vorgemacht! Alle Redner sagen erstmals genau, was geschehen muss, um dauerhaft aus der Krise herauszukommen – und begründen mit diesem Tag eine engere Zusammenarbeit. Das soll diese Bundesregierung unter Druck setzen.

Lanta: Wer kann zu dieser Veranstaltung kommen?

Hankel: Jeder ist willkommen. Es geht jeden von Ihnen an, es geht um unsere Zukunft und die unserer Kinder.

Brief an Herrn Spandau von Prof Hankel

Sehr geehrter Herr Spandau ,

falls Sie der Herr sind, an den ich mich nach 14 Jahren dunkel erinnere, müssten Sie heute in dem Alter sein, in dem Kants Wort “aude sapere” gilt. Leute, die wie die Vortragsverhinderer von Bielefeld Meinungsterror ausüben, sind die wahren Nachfahren der Nazis und íhre heute zu verhindernden  Wegbereiter für die Zukunft. Auch das Dritte Reich begann mit Meinungsterror dieser Art aus dieser politischen Ecke. Ich war damals schon auf der Welt und weiß allzu gut und genau, was ich damals erlebenmusste, sogar in der eigenen Familie.

Es kommt mir seitdem nicht darauf an, bei wem ich spreche und wo, sondern einzig und allein was ich sage. Das hat sich seit Sie mich kennengelernt haben, nicht im Geringsten geändert. Für andere gilt das nicht. Und für Sie?

Bitte teilen Sie Ihren Freunden mit, dass ich gegen sie und ihre Pressions- , nicht Presseorgane Verfassungbeschwerde einlegen werde. Denn sie sind die wahre Gefahr für Freiheit und Toleranz in unserer Gesellschaft, nicht die meinungsoffene Ideen-Werkstatt einer Burschenschaft an der Universität, an der meine Enkelin studiert..

Freundliche Grüsse

Wilhelm Hankel

Brief an Herrn Springmann der Prof. Hankel bedroht

Sehr geehrter Herr Springmann,

wenn man selber nicht als Nazi oder Wiederbeleber nazistischen Meinungsterrors gelten will, greift man nicht auf deren Methoden zurück. Ich halte das, was Sie schreiben oder sogar vorhaben, für unerträglich und für unvereinbar mit unserer Verfassung (Art.2 GG) und den elementaren Prinzipien unseres Rechtsstaates, die da heißen Meinungsfreiheit und Toleranz. Ich werde daher gegen Sie und Ihre Hintermänner Rechtsbeschwerde einlegen und die Veranstalter veranlassen, Polizeischutz für meinen Vortrag anzufordern.

Ich werde den Tenor meines Vortrages ändern und aus meiner Jugendzeit berichten. Ich stamme aus einer Familie mit jüdischem Hintergrund und weiß aus schrecklichem Erleben, was Ihre Vorbilder nicht nur meinen Angehörigen angetan haben. Ich werde es nicht hinnehmen, dass Sie und Ihre Gesinnungsgenossen diese schreckliche Tradition fortsetzen; denn der Meinungsterror geht jedem physischen Terror voraus! Das Gedenken an all das Leid, was die Nazis Menschen in Deutschland und Europa zugefügt haben, verpflichtert mich, Leuten wie Ihnen und Ihren Methoden – einschließlich der von der  örtlichen Presse ausgehenden Pressionen mit allen Mitteln unseres Rechtstaates. Sie scheinen diese oiffenbar so wenig zu kennen wie mich.

Ich spreche nicht für die Einlader, sondern bei ihnen und vor meiner Enkelin, die an der Bielefelder Universität studiert. Bei mir gilt, was ich sage und nicht wo und bei wem. Und das nicht erst seit heute.

Wer das nicht auseinander halten kann, sollte besser schweigen als dokumentieren, was ihm alles fehlt: außer Anstand auch noch der Verstand.

Vielleicht wächst ihnen beides mit dem Alter noch zu.

Das wünsche ich Ihnen von Herzen.

Ihr Wilhelm Hankel.

Angst um den Euro-was passiert mit unserem Geld? Freie Wähler laden Währungsexperten zum offenen Informationsgespräch ein

Eurokrise und kein Ende: jeden Tag gibt es neue Schlagzeilen über weitere Hilfskredite und Euro-länder in der Krise. Immer mehr Menschen beschäftigt die Sorge um den Euro. Die Freie Wähler Landtagsfraktion hat daher auf Initiative von MdL Jutta Widmann einen Währungskritiker zu einem Informationsgespräch nach Straubing eingeladen:  Prof. Dr. Wilhelm Hankel. Der renommierte Volkswirtschaftler ist seit Jahren ein Währungskritiker und klagte bereits  mit einigen Kollegen vor dem Bundesverfassungsgericht gegen weitere Griechenlandhilfen. Prof. Dr. Hankel hat seine berufliche Laufbahn bei der Bank deutscher Länder, dem Vorgänger der Bundesbank, begonnen. Später war er unter anderem im Auswärtigen Amt und im Wirtschaftsministerium tätig, lehrte als Gastdozent  in Harvard und stand an der Spitze der Hessischen Landesbank. Seit einigen Jahren übt er rund um den Globus Beratertätigkeiten aus, rund zwei Dutzend Regierungen der Dritten  Welt holten bisher in Währungsfragen seinen Rat ein.

In Straubing wird Prof. Dr. Hankel am Dienstag, den 25. Oktober ab 18.30 Uhr im Hotel ASAM, Raum Cosmas-Damian, Wittelsbacherhöhe 1, 94315 Straubing, zuerst einen Überblick über die Hintergründe, Probleme und Gefahren der Eurokrise geben, bevor er sich den Fragen des Publikums stellt. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich willkommen, der Eintritt ist  frei.

Anmeldung unter:

FREIE WÄHLER LANDTAGSFRAKTION

Abgeordnetenbüro Jutta Widmann

Neustadt 519

84028 Landshut

Tel:      +49 (0) 871 6606 003

Fax:     +49 (0) 871 96 59 369

E-Mail: jutta.widmann@fw-landtag.de

RESCUING PLANS FOR THE EURO OR FIGHTING FOR A BETTER EUROPE? Rede dor dem Europaparlament

I . The hard core of the present crisis: a monetary referendum against the Euro

The mess about the Euro could not be greater.  Outsider still see the Euro stronger than the Dollar, insider on the edge of an abyss. Confusion prevails the debate. It is a failure of  currency,  of over-indebted  and therefore failing states, of undercapitalized  banks,  unable to compensate  impending, but unavoidable  losses  or of a policy, which instead of giving answers to these questions only drags out the  problems –  buying time, but not knowing for what?

The real facts behind the excitement could not be more “normal”. The occurrence of the money and financial markets demonstrates two things: the growing fear of more and more people of the near bankrupt states to lose their money and savings and the growing incredibility of the present politics in mastering  this problem. After a long period of sleeping and believing in the soundness and cohesion of the “union” the markets re-activated their original function: reflecting the real risk-temperature  in a money and financial society, being their thermometer. Therefore the rising and widening spreads for interest-rates as well as for investment assuring costs  in these countries – especially sovereign bonds – can’t  be explained and denounced in a manichaeing way as a  “malevolent speculation” of  profit-greedy banks and financial profiteers. What happens  is a monetary  referendum.  People try to direct their money in a safe haven and find here a stable anchor ground for them. In the same way seek entrepreneurs to avoid or to minimize their imminent losses.  All these people regard and use their money as a paper ballot to vote against a policy they do and can not trust. This confirms one of the earliest, but now obviously repressed findings of  economics: If the there is a conflict between political power and economic laws, it is always the economy that wins and not the policy.

It was one of the founder of the legendary Vienna School of Economics, Eugen von Böhm-Bawerk, who 100 year ago  formulated  this insight : in his famous essay  “Macht oder ökonomisches Gesetz”, Wien 1913. It should be declared as compulsory lecture for every politician and trade union leader of today. Not only in Europe.

How such a situation in Europe  could arise, that a common currency no longer is regarded by the commons as their currency?  The answer is lying in the start. Twelve year ago, after introduction of the Euro then for 11 European states instead of 17 now, the weaker group among them in the South of newly created “Euro-Country” (Greece, Italy, Spain, Portugal, even France) required the same creditworthiness and the same ratings by the financial markets as their stronger partners in the North, the  former members of the “D-Mark-Block” (Germany, Netherlands, Luxemburg, Finland, Austria). Being now a Euro-country their interest-rates fell down from two-decimal levels to one-decimal (“german”) ones and discharged their national (“primary”) budgets about billions of interest payments on their  public debts: in Italy of about 70 Billions yearly on a debt of then 120 Percent of GDP.

Instead of using the new leeway in their budgets for reducing public debts and burden, they misused it for further extending  public expenditures and financing economic expansion.

It was the gift of a monetary union: if exchange rates among the group members are 1:1 and  equal to each other (one Greek or Italian Euro = one German or Dutch Euro) than also interest-rates tend to become equal, they seem to  contain the same (equal) monetary risks. But after 10 years the  monetary veil tears, or better: the monetary doping  of the  “cheap” Euro-credit-card lost its effect. The former weak-currency-countries of the South had to stop its continuously  “living beyond  their means”. Their signature on their  Euro-credit-card were no longer honored. Why?  Due to the longtime “negative” interest-rates and over-valued foreign exchange they had been became over-inflated and over-debted. The imported money and credit from outside their countries and far above their internal savings had financed and fueled a process of permanent domestic over-consumption, extension of  public expenditures and increase of private wage-unit costs. (In 10 years in Greece about 76 Percent against 0.9 percent in Germany!) They had been risen faster than the overall-average of their partners in the North. With outbreak of the Greek crisis (autumn 2009) global financial community as well as policy and public in Europe  realized the new situation. They discovered – very late – the “built-in destabilizer” of a common money union, the easy and noiseless way towards public and private indebtedness and the danger of defaults – and they reacted.  Since then the spreads of interest rates and costs of contingent policy papers (CDS, CDO  and other derivatives) rise and diverge. Since then the markets fullfil their job: identifying the existing risks of Euro-investments and -bonds and of their issuer – and the menace of their imminent insolvency.

II. The Euro – the new European Idolatry?

But instead of thinking about the necessary and unavoidable steps of reforms European policy makers decided to rescue the system. They denounce markets and actors   as “malevolent speculators”, being interested only in profits at cost of the common best and the performance of the Euro? The thermometer caused the illness instead of revealing its symptoms. And still more stupid: If we break it, the illness will fade away!

As I explained during the hearing of the German Constitutional Court on occasion of the  complaint against the rescue plans for Greece and the other countries: Without these rescue funds  Europe never would had been confronted with the challenge of the present Euro-crisis. Without this dubious “support” Greece would be on the road to self-help and readjustment.  The only chance for Greece is leaving the Euro-Union and to go back to its old and then new Drachme; domestically it should exchange Euro against Drachme in relation 1:1  (in order to avoid internal default and costly compensations), but externally is has  to devalue it , in order to regain the  lost competiveness and export potential. To get a substantial  “haircut” from the country’s  foreign creditors can be taken for sure, because the creditors had no other chance as to offer it, for otherwise Greece could stop transfer payments to abroad. In  800 similar cases in 3000 year of monetary history this scenario has been tested. The last successful cases were countries like Mexico, Argentina, Russia or Ukraine.

Why insist the officials of EU, ECB and politicians of leading Euro-countries (in debtor- as well as creditor countries) so stubbornly on their Euro rescue plans and reject all professional advice, expertise and historical lessons? Why do they risk in creditor countries like Germany and France  the confrontation with their constituency  and waist billions of public money neglecting the fatal costs and  consequences  for society, economy, saver and taxpayer of this and the next generation?   Why they ignore the obvious danger that the drowned nations pull their rescuers into the same deadly depth? And in the debtor countries:  Why their leaders accept the socially explosive and economically counterproductive conditions of the offered help, which is pushing her economies deeper and deeper in the crisis: for long time defeating economic growth and social welfare and generating an incurable unemployment, especially for the youth?

The Euro, a money sharing its function with each other in world, namely to serve mankind and economy instead of dominating it, is becoming old Europe’s new idol. For that  Europe’s policy maker put at disposal the oldest and most venerable traditions and hardest won achievements of the continent:  the freedom of people, their constitutional and property rights, the national welfare state and the principle of  “pacta sunt servanda” and not violating them by political opportunity?  Why Europe’s politicians believe so uniformly in TINA: there is no alternative, a formula which Germany’s  chancellor Angela Merkel repeats and turns  like a Tibetian prayer-mill?

III. The truth behind EURO-rescuing: Lobby interests, Downkeeping Germany and the illusionary dream of the United States of Europe

It is not easy to find a conclusive explanation for this Euro- idolatry of  Europe’s  political establishment.  A least three partly overlapping reasons for that  can be distinguished:  first the belief pure micro-economic arguments have  macro-economic  relevance, a view which comes very near to see the problems with the eyes of the lobby, second taking the crisis as chance for the  EU and its organs to win new competences and third thinking  the crisis  proofs that Europe as an alliance of national and independent states only can survive in a global world of mega-states and –blocks, if it merges to the United States of Europe with  Euro and  a transfer-union as the mover to this final goal.

The financial as well as the export sector: both pursue with the Euro-rescuing  sector-egoistic aims. The financial sector needs liquid and solvent debtors, in order to prevent capital losses and fallings out. The export industry fears damages from a come-back  of national currencies and  their tentative  appreciations. The hitherto limited appreciation of the Euro, consequence of the big problems and financial risks in countries like Greece and the other, improves their chances on the global export markets . The first anxiety dominates in France , in Germany the second. . In both cases, lobbyistic  interests compete with  the common best, but can substitute them? It is the real domestic economy which has to pay the reckoning, especially the small scale enterprises, being depending from expensive banking credits and having their main markets at home instead abroad. Due to the Euro and the relative high-interest-policy of ECB they suffer under higher interest rates than their competitors outside the Euro-Zone and under the losses in real domestic demand as the consequence of stagnant or falling real incomes at home and dear imports. Small may be beautiful in reality: in competitive markets as well as textbooks, but not in the politics of the EU. The real victims of the Euro have no lobby and no voice in the public.

Germany with its economic strength and big surpluses in foreign current account is conditio sine qua non for the functioning of the EU-union. Without the German surpluses the rest of the Euro-Zone would write deep-red figures in current account internally as well as with the outside world. But indispensable or not: Germany remains for the rest of Europe a potential danger and clandestine ruler. This fear has grown since the re-unification of the country after the breakdown of the Soviet-Union at the edge of the 1990ties. The  Cold war transformed in the  Cold fear in case of Germany. Therefore the country has to be kept under the control of the EU and its institutions. Strange enough: But the leading politicians of Germany in all parties, represented in the parliament, share this view; the only exception are the last relicts from the old state party of the former DDR.

How this can be explained? How could an old culture nation like Germany so thoroughly forget its history and lose its long and laudable tradition? There is no simple answer to give. Germany after the catastrophic end of its heroic age had only the choice to re-start as a nonpolitical merchant nation. Its  come back after Second War became identical with its “Economic Miracle” and the hardest money of its history, the D-Mark.  What for Germany was a symbol for an irrevocable break with an unfortu-nate past gained for Europe traces of a new instrument of domination. Therefore the European community urged the reunified country and its leaders to give up the D-Mark for the Euro.  But now both sides can learn: It was a terrible mistake. It was easier for all other European nations to live with the D-Mark as  leading currency of Europe than to obey the rules of a common, centralised money. In relation to the D-mark they preserved their right to adjust their foreign exchange rates instead of subjugate the entire economy to the uniform conditions of a centralized currency, like the Euro. Even their open disregarding  of the agreed  rules brings not  back to them the lost freedom for own policies and measurements. The lesson is hard, but not to ignore. If a country is missing the right to print its own money and getting credit in last instance from its national central bank, this country stands with one leg in the realm of bankruptcy, which can be observed in the present crisis.                                              Instead of controlling the German giant and depowering its mighty central bank the  European nations lost with ECB, Euro and its maintenance the control over their own economy and domestic policy.  A great economist of last century: Milton Friedman was predicting this consequence and the ultimate wrecking of the European Monetary Union by saying: It is for all economies all the time easier to change only one price, namely the foreign exchange rate than all prices of the entire economy together. This is learning Europe now  in the present  crisis.

IV. The “United States of Europe”: only a new Soviet-Union ”light”. The better solution would be an European UNO

The idea to “use” the Euro-crisis as a fuel element to transform the EU into the “United States of Europe” (equipped not only with common money, but also taxes, debentures and bonds) can be regarded as even cynical as illusionary.  Cynically, it would erase nearly all achievements since the po “Enlightening” 250 years ago and the following political and social progress: the rights of parliaments, the governmental division of power, the national welfare state. Especially the Left would lose the fruits of the victories, won by their fathers and grand-fathers.  Europe would never become a copy of the USA, which form since their birth a “nation” with an unified “demos” having at disposal all necessary instruments to articulate the nation’s common will: constitution, legislation and a government for the whole country. Nor would this Europe ever be the mirror image of the former British common-wealth: an association of independent, democratic Nations. Due to the “Politbüro” at Brussels and its centralistic attitudes of governing would be nothing else as a new Soviet-Union “light”, with shadow parliaments in centrum and provinces and governments on local levels.

Maybe that some European leaders combine with the transfer-union in coming the hope the newly installed executive-organs EFSF and EMS could become the forerunner of such an European Mega-State – even his concept remains illusory. The funds, even if they were transformed to banks (according latest ideas) are not capable to finance the crisis “away”. Neither their “leverage” (refinancing  by  markets, banks or the ECB) nor the official guarantees and credits by the budgets are sufficient to cover the needs, if the capital flight out of the countries involved begins to run. Neither rating of funds becoming “bad banks” can be held, nor the budgetary support  can be given unlimited. Merely sooner than later begin in the creditor countries the constitutional brakes to seize. Repealing the  national constitutions requires everywhere in Europe referenda, even in Germany.  There is no chance to win such referenda in all 27 EU-member countries, at least not in the tradition-conscious ones, maybe only in some small.

Is there no model for reforming the present EU in an organ of general acceptance by all European nations and making it more efficient in terms of coordination of their policies?  It is available: The United Nations (UNO) as a Parliament of States and their Governments could it be. The UNO as world-system needs regional sub-systems in order to prepare and to structure the dialogue of nations on the global level. It is in the interest of Europe (like that of the other regionally organized groups of states) to speak with one voice instead with many.  If EU in this sense and direction could be “augmentted”: it would be on the right way. Europe would maintain its traditions, cultures, institutions and democracies; but nevertheless it could act as a community and “profiling” in the world.

V. And Europe’ monetary future?  An European Bretton Woods

How to solve Europe’s monetary crisis? The answer comes from the lessons of past. Europe’s best times economically and monetarily were the 40 years before the Euro: between 1958 (start of Common Market) and 1999 (introduction of the common currency). In the middle of this period (1979) came the “European Monetary System” (EMS) in function. Against its label: The EMS was not a monetary, but foreign exchange  union – like all other historical monetary agreements of former times: Bretton Woods, Gold-Standard,  Skandinavian’s Mint-Union, the  French-led Latin Mint Convention. The member states agreed with each other about the external monetary policy (levels of foreign exchange rates and their change).The responsibility for the inner money value and policy remained by the national states resp. their Central banks. None of these agreements violated or removed the nation-nal ability to act free and autonomous in terms of monetary policy at home. It was the ideal compromise between the interests of businessmen and of saver; the first needed stable outside-money, the latter stable inside-money.

With EMS came a new element in the play: A neutral unit of account as base for notification and calculation of the (intra-European) foreign exchange rates: the ECU (European Currency Unit).

ECU (a french idea) was sought as substitute for the D-Mark as calculation base for the inner- European exchange rate grid. Since D-Mark remained the leading currency in the Common Markets, ECU was only a “token” element of the system.

Nevertheless Europe can learn in the present crisis from ECU: This token European currency could not run in or create a financial crisis. It remained unchanged and stable “for ever”, even if some national currencies in Europe began to become weak. It was an “Euklidian” stability: If many units are equal to a third, they are also equal in relation to each other.

The lesson from this is very simple: The EU has to come back to an ECU-System under the title of “Euro”. It would be an EMS II, in which each country is represented with its own currency. The currency is linked with the EURO (instead of ECU) to each other EMS- currency, but their Governments are free to adjust its foreign exchange rate, whenever the country’s macro-economic conditions such require. Greece of today could devalue its currency and then start to restore the economy with a “Keynesian” economic growth- and development program. So could do Portugal, Spain, but even also Italy or France.

In this monetary Europe all nations are responsible for their own currency, their stability, internal value and the economic climate  in their country. All currencies together, based on a common accountting- unit form an European monetary block and network, which is internally flexible, but stable against the outside world. The members of this system have the freedom (and can keep it) to use their monetary instruments (interest and foreign exchange rates) in times and cases of national needs. No country would be subjugated – as today – to plagues, which result from a centralized system,neglecting different needs  and require  painful adjustment of the entire economy instead of only its foreign exchange rate. Keynes old dream of his (not the later realized) Bretton Wood could become truth. And this for an Europe at profit for all its countries. No unteachable Eurocrate fighting for sinecures could block this way out of Europe’s deepest crisis, making it free for a better future.

GIPFEL-GEFLÜSTER in der Jungenfreiheit

Wann immer sich Frankreichs Marianne, verkörpert durch Staatsschauspieler Nicolas Sarkozy und der deutsche Michel in ihrer besten Hosenrolle  gespielt von Angela Merkel, auf Gipfelniveau zum Tete à Tete treffen, um Europa zu retten, verwandelt sich dieses in etwas anderes, wie die Micky Maus bei Walt Disney erst in den Kater und dann in den Löwen.

Vor 18 Monaten war es Griechenland, das gerettet werden musste, letzten Sommer der von  Staatspleiten ins Zwielicht gerückte Euro, jetzt sind es die Banken. Doch dem Zuschauer ist nicht zum Lachen. Mit jedem neuen Rettungsobjekt wird  die Sache teurer. Für Griechenland reichten 120 Mrd Euro, für den Euro mussten schon 750Mrd Euro bereit gestellt werden. Für die Banken-sanierung ist auch das noch zu wenig. Noch weiß – oder sagt –  niemand genau, wieviel dafür   gebraucht wird. Es geht ja erstens um  ihre „Re-Kapitalisierung“ und zweitens ihre vom früheren  Gesundheits- und jetzigen Wirtschaftsexperten Rösler entdeckte „Re-Solvenz“.

Erstere könnte man berechnen, wenn man wüsste, wieviel stille Reserven die Banken  vor ihren Prüfern entweder verstecken oder aus Alibigründen (wie beim letzten Stresstext) vortäuschen; letztere überhaupt nicht, weil niemand weiß, wie viel verängstigte Menschen  – im amtlichen Sprachgebrauch sind es  “profitgierige Spekulanten“ –  von ihren Konten noch abheben wer-den, um ihr Erspartes für den Rest des Lebens zu retten.  Doch eine Arbeitsteilung zeichnet sich schon ab: Für die Re-Kapitalisierung der Banken darf der Steuerzahler aufkommen, für ihre Re-Solvenz der Sparer, denn Europas Notenbank wird Noten drucken, was die Presse hergibt – denn wenn es um die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der Banken geht, kennt sie keine Grenzen. Und die Inflation? Diese  findet in der Krise nicht statt. Was aber wenn doch? Hatten wir nicht schon das passende Wort dafür: „Stagflation“ ? Nur konnte man sie bisher nicht  bekämpfen, denn den gleichzeitig sowohl  hohen wie niedrigen Zins – den einen zur Abwehr der Inflation, den anderen, um die Stagnation zu überwinden – hat noch kein Nobelpreisträger der Ökonomie erfunden.

Arme Retter: Sie  hätten  es so einfach. Weder bankrotte Staaten noch insolvente Banken können eine Währung kaputt kriegen.  Auch nicht den Euro. Sie können nur selber an der Währung kaputt gehen, wenn sie sich an ihr versündigen! Wissen das die Euro- Retter nicht? Oder geht es ihnen beim Gipfel-Geflüster um ganz was anderes ?

Merkel ohne Alternative in der Jungen Freiheit

Euro-Krise: Ein skurriler CDU-Leitfaden zu aktuellen Fragen bietet nur klägliche Antworten und Ausflüchte

Jeder Anwalt weiß: Eine klägliche Sache kann man nur kläglich vertreten. Das gilt auch für die von der CDU herausgegebene „aktualisierte Version“ ihres Aufklärungspapiers zum Euro und seiner Rettung. Immerhin wissen die Unionsabgeordneten jetzt, wie viel sie Wählern und Steuerzahlern bislang für die EU zumuten: Jedem Bundesbürger pro Kopf und Jahr 134 Euro – netto! Was ist das schon, gemessen an dem, was sich unsere Partner in den Niederlanden (267 Euro), auf Zypern (249 Euro) oder Malta (231 Euro) den an sich segensreichen Binnenmarkt oder beispielsweise die Strukturförderung benachteiligter Randgebiete von Vorpommern bis Sizilien kosten lassen.

„Eine Transferunion
wird es nicht geben“

Doch die Bevölkerungszahl der Mittelmeerinsel Malta entspricht in etwa dem Mitgliederstamm der CDU, Zypern ist mit dem Saarland zu vergleichen. Und was der Euro-Rettungsfonds EFSF und der „Krisenfonds“ ESM den deutschen Steuerzahler pro Kopf letzlich kosten wird, verrät die Partei von Ludwig Erhard nicht. Im Gegenteil: „Eine Transferunion wird es nicht geben“, verspricht die CDU. „Jedes Land ist für seine Schulden selbst verantwortlich.“

Dabei gesteht die CDU einige Seiten zuvor bei der Vorstellung des EFSF bereits ein: „Deutschlands Garantieanteil erhöht sich von derzeit rund 120 Milliarden Euro auf rund 211 Milliarden.“ Beim ESM „verringern sich die deutschen Garantien wieder auf rund 196 Milliarden Euro. Davon sind knapp 22 Milliarden Euro Bareinlagen, die im Euro-Rettungsfonds EFSF nicht vorgesehen sind“, heißt es weiter.

Das sind auf jeden Fall 268 Euro pro Kopf. Sollten die Bürgschaften fällig werden, stünde jeder Bundesbürger mit maximal 2.573 Euro (EFSF) bzw. 2.390 Euro (ESM) in der Haftung – mit seinem Geld, seinem Sparkonto und dem für den Nachwuchs hinterlegten Erbe.

Deutschlands Bürger und Steuerzahler haben einen Anspruch darauf, von der Partei ihrer Wahl überzeugt zu werden, daß die ihnen zugemutete Belastung rechtens ist, den gewünschten Erfolg zeitigen und durch ihren permanenten Anstieg sie nicht an den Bettelstab bringen wird. Wird sie doch als eine zeitlich und betragsmäßig unbegrenzte Dauerbelastung für eine unabsehbare Ewigkeit institutionalisiert – denn was anders ist der „permanente Europäischen Stabilitätsmechanismus“?

Was sind die geplanten Euro-Rettungsschirme EFSF und ESM anderes als ein neuer „Soli“ für Europa und seinen Euro, zusätzlich zu dem alten für die frühere DDR! Doch an der Begründung für diesen neuen Euro-Soli hapert es gewaltig. Uninspiriert tischt das CDU-Papier die dutzendfach widerlegten Pseudo- und Lobby-Argumente der Euro-Debatte wieder auf.

Nichts fehlt: die angeblichen Vorteile eines Global-Player Europa, der Nutzen für Deutschland, wenn es seine Ersparnisse Europa zur Verfügung stellt statt sie im eigenen Haus für Infrastruktur, Mittelstand, Bildung und Soziales zu verwenden. Und nicht zu vergessen der Frieden in Europa, den die gemeinsame Währung stiftet, obwohl der Streit um sie das genaue Gegenteil bezeugt.

Das CDU-Papier ist das getreue Abbild einer Partei, der zu den drei brennendsten Problemen der Nation: dem Fortbestand der Demokratie, dem Erhalt der Wirtschaftskraft des Landes und der Zukunft der nachfolgenden Generationen nichts einfällt als die Versicherung, ein neuer „Euro-Plus“-Pakt werde das alles aufs Schönste regeln.

Nur davon, daß dieser neue EU-Vertrag selbst nach Ansicht des in puncto Regierungstreue unüberbietbaren Bundesverfassungsgerichts zuvor dem Volke vorgelegt und von ihm legitimiert werden müsse, ist nirgendwo die Rede. Die Verfasser wissen warum. Was danach folgt, ist Behauptung ohne jeden Beweis. Gut: Die Euro-Union habe ihre Mitglieder nicht vor der Krise geschützt, was sie ja sollte, wenn man die früheren Aussagen Wolfgang Schäubles und erst recht die Sprüche des Euro-Apologeten Theo Waigel für bare Münze nimmt.

Offenbarungseid für die Ausgebranntheit der CDU

Denn Schuld an der Krise sei nicht die Währungsunion und die von ihr ausgehende entdisziplinierende Wirkung auf die Mitgliedsländer, sondern lediglich das gelegentliche Foul-Spiel einzelner Partner; eigentlich fehlt da nur noch der Zusatz: für das man doch Verständnis aufbringen muß. „Griechenland ist ein Sonderfall“, heißt es etwa auf Seite 15. „Portugal hat jahrelang wesentlich mehr ausgegeben, als es eingenommen hat“, steht zwei Seiten weiter. Irland leidet unter „den Folgen einer Kredit-und Immobilienblase“, bei Spanien und Italien „gehen die Experten“ nicht davon aus, „daß eines der Länder in der Zukunft Finanzhilfen beantragen muß“, verkündet realitätsfern die CDU.

Daß stattdessen die EZB mit Anleihekäufen die Zinskosten von Italien und Spanien gedrückt hat, erwähnen die CDU-Propagandisten nicht. Wer so naiv argumentiert, beweist, wie wenig er vom systemischen Charakter und Hintergrund der Euro-Krise versteht. Warum haben die Euro-Sünder ausdauernd und rechtswidrig gesündigt? Und starke Euroländer wie Frankreich und Deutschland gelegentlich auch?

Warum knickten die drei Stabilitätssäulen der Währungsunion (Stabilitätspakt, No-Bail-Out-Klausel und die auf strikte Inflationsbekämpfung vereidigte EZB) bereits in den Vorstadien des Orkans ein, wie Bäume mit zu flachen Wurzeln? Die Antwort ist einfach: Weil die Euro-Verfassung Schutz weder bei Schönwetter noch bei Schlechtwetter bot. Weil kein Mitgliedsland davor zurück schreckte, sie im Bedarfsfalle einseitig und zum eigenen Vorteil zu mißachten. Und das stets in Richtung Inflation – sei es bei der inflatorischen Finanzierung von Blasen, von Budgetdefiziten oder jetzt der Konkursverschleppung von Staaten und Banken.

Mit dem Euro war niemals Staat zu machen. Das beweist ja gerade das Hineinschliddern in die gegenwärtige Krise. Und wenn das EU-Traumpaar Angela Merkel/Nicolas Sarkozy den (Kurz-)Schluß daraus zieht, dann müsse man den Euro selber zum Staate machen – denn genau das geschieht mit Transferunion, Finanzausgleich, Wirtschaftsregierung und der Entsendung von „Troikas“ zur Kontrolle der Budgetpolitik in den Schuldenländern – dann hat die Krise zwar die EU (in ihrem Jargon) „vorangebracht“.

Erreichen aber wird sie damit nur die Zentralisierung der bislang regional und national unterschiedlich verlaufenden und daher auch nur so bekämpfbaren Krisenverläufe, also genau jenen Zustand, an dem die einstmals mächtige Sowjetunion vor zwei Jahrzehnten zusammengebrochen ist! Das CDU-Papier ist der Offenbarungseid für die Ausgebranntheit dieser Partei. Jetzt versteht man, warum Kanzlerin Angela Merkel ihre Politik für „alternativlos“ hält. Ihre Parteifreunde kennen keine andere!

Das CDU-Argumentationspapier „Für einen stabilen Euro und Wohlstand in Europa – Fragen und Antworten“ im Internet:

www.cdu.de/doc/pdfc/110318-Argumentationspapier-Euro.pdf

Interview mit Prof. Hankel mit 20 Minuten Online

Herr Hankel, sie sind ein Eurokritiker der ersten Stunde und warnten bereits bei der Einführung vor der Währung. Nun haben Sie recht bekommen. Ist das eine Genugtuung?

Wissenschaftlich ist es eine Genugtuung, politisch aber keinesfalls. Ich sehe mich in der Rolle des Vaters, der sein Kind vor dem Überfahren durch ein Auto retten muss.

Wie nahe ist denn das Fahrzeug bereits?

Das Kind ist halb überfahren. Das Unglücksgefährt muss dringend gestoppt werden. Die Währungsunion in dieser Form ist gescheitert. Jede Rettungsaktion vergrössert die Krise zusätzlich und macht die Situation in einzelnen Staaten nur noch schlimmer.

Wie meinen Sie das?

Die schuldengeplagten Staaten verlieren an Demokratie, weil sich Brüssel stärker einmischt und ihnen Regeln aufzwingt. Zudem werden die Bürger in den helfenden Staaten geschröpft. Der deutsche Finanzminister Schäuble will 80 Prozent der Staatseinahmen für die Rettung verpfänden. Damit lähmt sich Deutschland selbst massiv.

Etwas provokativ gesagt: Deutschland hat doch stark vom Euro profitiert. Jetzt wird das Land zur Kasse gebeten. Das ist gerecht.

Dass Deutschland vom Euro profitiert hat, ist eine der dreistesten Lügen überhaupt. Es wird immer übersehen, dass der Exportanteil der deutschen Wirtschaft schon vor über zehn Jahren bei 40 Prozent lag – und dort liegt er noch heute. Wir verdanken den Erfolg dem wachsenden Weltmarkt und der Lohndisziplin. Die Reallöhne sind seit Einführung des Euro nicht gestiegen, was die deutschen Produkte stets attraktiv machte.

Was wäre heute anders,wenn die EU-Staaten ihre eigenen Währungen behalten hätten?

Die finanzielle Situation in den Euroländern wäre massiv besser. Die Angst vor Abwertung der eigenen Währung sowie Bedenken, dass Investitionen ausbleiben könnten, hätte die Überschuldung verhindert. Eine Misswirtschaft wie wir sie beispielsweise in Griechenland sehen, hätte nicht statt gefunden.

Wird die Eurozone wegen der Schuldenproblematik auseinanderbrechen?

Wenn die Eurozone auseinander bricht, ist das kein Unglück. Es wird auch danach ein Europa geben. Wenn aus der Währungsunion wieder eine Wechselkursunion würde, könnte jedes EU-Land nach seiner Facon selig werden. Die Krisen-Länder könnten ohne Diktat von ausländischen Vögten eigene Reformen durchführen. Mit dem auseinanderbrechen der Euro-Zone würde der europäische Wirtschaftsraum EWR, wie wir ihn bis 1994 hatten, wiederbelebt.

Am Donnerstag beraten die EU-Staatschefs über die Rettung Griechenlands. Könnte die Hilfe den Rettern gefährlich werden?

Das Problem ist, es geht lediglich um eine Pseudo-Rettung. Und diese wird wegen des immer grösseren Ausmasses für die Helfenden gefährlich. Es ist als ob der Ertrinkende den Retter mit in die Tiefe zieht. Früher oder später wird der Bankrott Athens eintreffen. Tragisch ist: Die Europäische Zentralbank hat während Jahren vor der desolaten Situation im griechischen Haushalt die Augen verschlossen.

Fakt ist doch: Die EU hat bereits so viel Geld nach Griechenland gepumpt – nun können die Minister doch nicht einfach Stopp sagen. Sonst wäre alles Vorherige für die Katz.

Die Regierungschefs müssen die Hilfe an Griechenland einstellen, wenn sie den Euro retten und ihre Glaubwürdigkeit wiedergewinnen wollen. Eine kleinere Währungsunion mit den starken Länder des Nordens könnte erfolgreich sein.

Dann wollen Sie die Griechen also aus dem Euro schmeissen?

Ja. Man sollte Griechenland im gegenseitigen Einvernehmen aus der Eurozone ausschliessen. Das ist eine Lösung der ökonomischen Vernunft. Historisch wurden alle Währungskrisen über Abwertung der Währung gelöst. Das ist nicht möglich, so lange die Griechen in der Euro-Zone sind.

Bei einem solchen Schritt würden doch alle Griechen die Konten plündern und das System zusammenbrechen.

Das ist ein Märchen, um Griechenlands Ausschluss aus der Währungsunion bereits im Keim zu ersticken. Die Rückkehr zur Drachme wäre möglich, man müsste dies einfach über Nacht umsetzen. Die Euro-Guthaben der Griechen bei ihren Banken würden eins zu eins in Drachme umgewandelt, deren Wert zum Euro aber massiv sinken dürfte. Wer sein Geld bei einer ausländischen Bank gehortet hat, hat Glück gehabt. Diese Guthaben bleiben verschont.

Geht es nach Ihnen, würde Griechenland also besser zur Drachme zurückkehren. Wünschen Sie sich auch die D-Mark zurück?

Ja, und ich sage das als überzeugter Europäer und Demokrat. Man kann Währung und Staat nicht gut trennen. Zudem bin ich der Meinung, dass Deutschland und die EU mit der Mark besser dran waren. Sie war durch die Haltung Deutschland eine Anti-Inflations-Währung.

Euro-Rettung – aber wie? in der Sächsische Zeitung

Es gibt nur einen Ausweg: Die Beendigung des Währungsabenteuers.        Die „Vereinigten Staaten von Europa“ sind eine Utopie geschichtsloser Eurokraten

Jeder neue Plan zur Euro-Rettung bewirkt nur eines – neue Verunsicherung von Menschen und Märkten. Richtiger wäre zu sagen: Kopfschütteln und Entsetzen. Deutschlands politische Klasse, allen voran die Bundeskanzlerin, muss endlich begreifen: Nach 12-jähriger „Erprobung“ ist das Euro-Projekt definitiv gescheitert.

Europas historisch gewachsene, kulturell eigenständigen, ja liebenswerten Unterschiede in Lebensgefühl, Regierungsstil und nicht zu vergessen den wirtschaftlichen Strukturen seiner Völker lassen sich nicht mit einer monetären Tapete  zu- und überdecken. So sind sie nicht zu überbrücken. Dafür gibt es  zwei zwingende Gründe: Die EU wird niemals zu einer europäischen USA zusammen wachsen. Die Europäer sind keine Nation wie die Amerikaner mit  Einheits- Kultur, -Sprache und –Verfassung und wollen es auch nicht werden. Sie wollen keine durch ein Brüsseler Politbüro regierte Sowjetunion „light“. Und: Staat und Währung lassen sich nicht trennen. Die Währung ist der zu jedem Staat und seiner Wirtschaft  passende „Maßanzug“. Kein Schneider versucht sich an einem  Anzug für 17 verschiedene Träger: Dicke, Dünne, Lange und Kurze. Aber genau das versuchen unsere Polit- und Berufs-Europäer. Doch jetzt ist diese Illusion geplatzt. Der Maßanzug kracht aus allen Nähten, kein Garn bringt ihn mehr zusammen.

Man muss der Bundeskanzlerin, ihrem Finanzminister und beider politischer Gefolgschaft die Frage stellen: Seid Ihr „nur“ naiv oder bereits so verantwortungslos, dass Euch Folgen und Kosten der Euro-Rettung gleichgültig lassen? Wie kann eine Regierung behaupten, die Währung zu retten, wenn es in Wahrheit darum geht, sowohl Staats- wie Bankpleiten zu verhindern. Nein: zu verschleppen! Wie kann ein Finanzminister dafür Staats- Bürgschaften verpfänden, die mit gut 400 Mrd € das Eineinhalbfache (!) seiner Jahreseinnahmen ausmachen? Wie kann eine Regierung ihr Volk für so dumm halten, dass es ihr abnimmt: Allein „böse Spekulanten“ hätten das Euro-Desaster verursacht? Diese Spekulanten sind in ihrer Mehrheit verängstigte Menschen, die ihr sauer erarbeitetes Geld und ihre Ersparnisse vor der  drohenden Inflation retten wollen. Wie kann man den Menschen einreden, dass, wenn man das Thermometer ausschaltet – denn das sind die Märkte und ihre das Währungsrisiko reflektierenden Zinsen – das Fieber von selbst aufhört?

Weder hat Deutschland vom Euro profitiert, denn es hat mit seinen Exportüberschüssen und Krediten an Euroländer zwei Drittel seiner Ersparnisse Euro-Ländern zur Verfügung gestellt statt der eigenen Volkswirtschaft; es hat sich damit die niedrigste Investitionsquote (gemessen am Bruttoinlandsprodukt) der Nachkriegszeit und im Vergleich zu den anderen Industrieländern der Welt eingehandelt; es auf Milliarden Inlandseinkommen und Millionen Arbeitsplätze verzichtet. Deutschland ist mit dem Euro zur roten Lampe im europäischen Konjunkturzug geworden; davor war es die Lokomotive. Erst seit Ausbruch der Krise „profitiert“ Deutschland vom Euro, weil Menschen (und Banken) der Krisenländer mit ihrem Geld in das stärkste und stabilste Land der Euro-Zone flüchten und die Inlandsersparnisse wieder im Lande bleiben. Doch dem deutschen Michel und seinen politischen Repräsentanten entgeht, dass die Europäische Zentralbank erfolgreich dabei ist, diese Gelder den Krisenländern zurück zu erstatten: nicht nur durch den vertragswidrigen Ankauf von (bisher 130 Mrd €) Schrottanleihen, sondern (bisher 325 Mrd € ) Kreditaufnahmen bei der Deutschen Bundesbank!

Macht man sich in Brüssel und den Hauptstädten unserer europäischen Partner klar, was aus dem Euro seit dem Jahr 2006 geworden wäre ohne Deutschlands (der Niederlande, Österreichs und Finnlands) Überschüsse in der Leistungsbilanz?  Eine Art früherer  Mark der DDR! Denn seitdem verhindern diese Überschüsse, dass die gesamte Euro-Zone („dank“ der Defizite der übrigen 13 Währungspartner)  tiefrote Zahlen schreibt. Der Euro wäre weicher als sein Rivale, der Dollar. Doch das Wort Dank für geleistete Hilfe, finanzpolitische Unterstützung der Partner in schwieriger, wenn auch selbstverschuldeter Lage kommt im  EU-Sprech nicht vor!

Deutschland, bislang im Schlepptau der Euro-Nutznießer, muss jetzt, da der Konvoy auf Sand läuft, die Lotsenfunktion übernehmen. Auch wenn es Deutschlands politische Klasse (noch) nicht wahrhaben will oder versteht:  So geht es nicht weiter. Weder dürfen fortlaufend neue Schulden auf die alten getürmt (und als „Rettung“ ausgegeben) werden. Noch dürfen  politisch katastrophale Auflagen  der EU-Troika die Schuldenländer noch tiefer in Krise, Wachstumseinbruch, Arbeitslosigkeit und Verzweiflung stürzen. Der Staatskonkurs ist keine Lösung – denn es gibt eine bessere Alternative. Die Schuldenstaaten verlassen die Währungsunion, werden ein „normales“ EU-Land wie unsere osteuropäischen Freunde und nutzen die wiedergewonnene Handlungsfreiheit für ein eigenes Sanierungsprogramm. Sie  werten ihre neue alte Währung stabilitätsgerecht ab und gewinnen so ihre Wettbewerbskraft  zurück – so wie vor ihnen alle Länder in ähnlicher Lage seit hunderten von Jahren. Der Schuldennachlass folgt diesem „Konkurs nach außen“ auf dem Fuße; denn Banken und anderen Auslandsgläubigern bleibt dann nur noch  die Wahl, entweder gar nichts zu bekommen (weil das Land seine Zahlungen sperrt) oder etwas: nämlich die vereinbarte Konkursquote.

Auch wenn Kanzlerin,  Finanzminister und  EU-Granden den Sinn dieser Maßnahme nicht verstehen (wollen); es gibt keinen anderen Ausweg aus der Krise. Hier regiert wirklich TINA: there is no alternative.

Der Verfasser, einer der Fünf Professoren, die vor dem Bundesverfassungsgericht gegen Einführung und Ausweitung der Euro-Rettungsschirme klagen, war viele Jahre Leiter der Abteilung Geld und Kredit im Bundeswirtschaftsministerium und oberster Bank- und Börsenaufseher.