Es war einmal… der €uro
Das Euro-Abenteuer geht zu Ende
Es war einmal der Euro
Geldherrschaft
Es war einmal der Euro
Deutschland wählt

Sollte über die „EU-Rettungspakete“, verbürgt aus unseren Steuergeldern, per Volksentscheid entschieden werden?

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Professor Hankel war einer der ersten, der sah, was mit dem Euro und dem Euro-Rettungswahnsinn auf die Menschen in Deutschland und Europa zukommt. Er verfügt über herausragende Sachkenntnis. Er richtet das folgende Grußwort an uns und alle, die mit uns am Samstag, den 5.5., ab 11.55 h, in Stuttgart, Großer Schlossplatz, demonstrieren.

“Liebe Mitstreiter gegen den Euro-Wahn,

Ihr Aufstand gegen den so “fachmännisch” anmutenden ESM ist noch wichtiger als der gegen die lokale Macht-Arroganz in Ihrer Stadt (Stichwort Bahnhof). Es ist grotesk, aber wahr:  EU und Europa-Politik benutzen das Scheitern – nicht den Erfolg! –  des Euro, um ihr eigentliches Ziel: den Bundesstaat Europa über Vertrags- und Verfassungsbruch und die Ausmerzung aller deutschen Vorbehalte dagegen (Stabi-Pakt und No-Bail-Out-Klausel) zu erreichen. Das Bundesverfassungsgericht wäscht wie Pontius Pilatus seine Hände in Unschuld, es hat die Verantwortung für diese Ungeheuerlichkeiten an das deutsche Parlament abgegeben. Doch dieses ist sich mehrheitlich dieser Verantwortung entweder nicht bewußt oder schüttelt sie verantwortungslos von sich ab.

Deutschland wird mit dem Ja zum ESM (einer neuen, demokratisch illegitimen EU-Behörde) und Fiskalpakt  – im Verbund mit einer EZB, die hemmungslos alle Löcher in Staatshaushalten und Zahlungsbilanzen der Euro-Krisenländer finanziert und es auch künftig zu tun gedenkt - im Wechselbad von Verarmung, Inflation und Krise versinken. Und das für ein Europa, das so weder überleben kann – noch wird.

Ist es schon Wahnsinn, so hat er Methode! Dagegen kämpfen Sie – und ich mit Ihnen.

Ihr Wilhelm Hankel”

Der Euro als Transferwährung

Forum | Wenn die Euro-Staaten ihre aktuelle Rettungsstrategie fortsetzen, dann endet die Gemeinschaftswährung als Transfer-Rubel ohne Gültigkeit nach Außen. Gerade für exportorientierte Länder wie Deutschland wäre das ein Fiasko. Von Wilhelm Hankel

Griechenland, Europas kulturelle Wiege, könnte zum Grabstein seines Wohlstandes und politischen Kultur werden. Der für  Griechenland in Gang gesetzte Finanzierungsmechanismus – neben dem in der Währungsunion ohnehin bestehenden monetären und kommerziellen –  löst eine Automatik aus, an deren Ende aus dem Euro eine auf den Gemeinsamen Markt  beschränkte konvertible Binnenwährung geworden ist – nach so manchem Anschlusskonkurs  bisheriger Retter-Nationen.

Dieser Prozess verläuft in mehreren Phasen, wobei die erste schon abgeschlossen ist. Mit der Währungsunion ist in Europa kein optimaler Währungsraum entstanden, sondern ein dysfunktionaler. Die Zinsen waren für die entwickelten Euroländer des Nordens zu hoch, für die des Südens zu niedrig, für die Wechselkurse galt umgekehrtes. Die unvermeidliche Folge: Der Süden finanzierte seine (weitgehend konsumtive) Expansion inflationär aus Krediten und Kapitalimporten, seine Leistungsbilanzdefizite eskalierten, ebenso die private und staatliche Überschuldung.

Dauerkredit Target

Was bisher nur ein Problem der havarierenden Süd-Staaten der Euro-Zone war, wird durch Missbrauch des Target 2-Systems und den ESM-Vertrag zu einem der gesamten EU. Die Euro-„Rettung“ stürzt die Währungszone in eine dauerhafte Stagflation: eine Inflation der Retter im Norden, eine verheerende Deflation der zur realen Abwertung gezwungenen Staaten im Süden. Die ihren Statuten Hohn sprechende Inflationspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) über das zu einem Dauer-Kredit ausgeuferte Zentralbank- Clearing (Target2), die Ankäufe von Schrottanleihen und die beispiellose Flutung der Euro-Banken  versetzt Sparer und Investoren in Panik und setzt eine Kapitalflucht in sichere Anlage-Häfen in Gang. Je länger die Euro-Krise schwelt, desto größer werden die Summen, die vor allem die Situation in den Krisenländern verschärfen.

Target 2, das als Giro-Verkehr unter Zentralbanken gedacht war, ist längst zu einem Kredit-Mechanismus für die Krisenländer denaturiert. Aus der europäischen Zentralbank ist ein innereuropäischer IWF geworden, der im Gegensatz zum echten das doppelte Defizit aus Leistungsbilanz und Staatshaushalt finanziert. Der monetäre Transfer-Mechanismus wirkt zwar in der ersten Phase der Deflation in den Krisenländern entgegen, solange wie dort noch Nachfrage nach Bank-Krediten besteht; in Phase zwei finanziert nur noch die Kapitalflucht. Mit der Aussicht auf Staatsbankrott und soziale Explosion kann man keinen Investitions-Gaul zur Kredit- Tränke locken.

Inflation und eskalierende Kapitalflucht lassen die Euro-Zone tiefrote Zahlen in Leistungs- und Zahlungsbilanz schreiben, die auch Deutschlands Leistungsbilanz-Überschussrekorde nicht mehr kompensieren können. Der Euro wertet ab im freien Fall: nicht nur zu Gold und US-Dollar, sondern allen übrigen stabilen Weltwährungen. Die EZB, eine Zentralbank ohne ausreichende Reserven, ist dann auf die Unterstützung durch die nationalen Zentralbanken angewiesen. Und wenn diese sich weigern?  EU-Kommission und Euro-Rettern stehen dann ganz legal die in Artikel 64 AEUV vorgesehenen „Ausnahmen im Kapitalverkehr mit Drittstaaten“ als Stützungsmaßnahme für den Euro zur Verfügung. Die Kapitalbremse nach außen wird so zum wirksamen Ersatz für die ohnehin un- glaubwürdige Schuldenbremse im Inneren! Der weltweit konvertible Euro mutiert dann, frei von jedem Wechselkursdruck, zur Binnenwährung des Gemeinsamen Marktes. Wie weiland Transferrubel der UdSSR oder Mark der DDR!

Gefängnis Europa

Zwar gelänge es so den Kapitalentzug der europäischen Volkswirtschaften zu stoppen, doch um welchen Preis? Das Ausland verlöre jedes Interesse an europäischen Kapitalbeteiligungen und Joint Ventures. Hauptgeschädigte wären Länder mit starken Exportstrukturen wie Deutschland. Ein nur noch beschränkt konvertibler Euro verwandelt EU und Euro-Zone nicht nur in einen kafkaesken Bürokraten-Staat, sondern in ein wirtschaftliches Gefängnis. Geschäfte mit dem Euro-Ausland und Reisen dorthin müssten beantragt und genehmigt werden. Der Lebensstandard der Bevölkerung sänke nachhaltig, trotz formeller Inflationskontrolle. Denn vom Überschuss der gesamteuropäischen Leistungsbilanz hängt ab, wie viel Geld für den Import von Auslandsgütern sowie Auslandsreisen zur Verfügung steht und wer für was die unentbehrlichen Devisenzuteilungen erhält.

Dieser Prozess lässt sich nur stoppen, wenn statt Euro-Rettung die Rückführung der Währungsunion in eine Wechselkursunion betrieben wird, wie sie in der EU vor Einführung des Euro bestand und Grundlage aller internationaler Währungssysteme der Vergangenheit war, gleichviel ob Bretton Woods oder Goldstandard. Kein Staat kann zwei Dinge aus der Hand geben: seine Verantwortung für stabiles Geld und ausreichende  Beschäftigung. Der Euro hat den Beweis erbracht, dass es beides in „einem Geld der 17“  nicht gibt und dass bei „sozialisierter“ Geldpolitik keiner kein Staat seine  gesellschaftlichen Probleme lösen kann. Europa verwechselt mit dem Euro Dynamik mit Dynamit!

»Inflation und Kapitalflucht werden die
Euro-Zone als Ganzes tiefrote Zahlen schreiben lassen«

Wilhelm Hankel, 83, war ab 1968 im Bundeswirtschaftsministerium für Geld und Kredit zuständig. 1972 wechselte er als Präsident zur Hessischen Landesbank, er unterrichtete in Frankfurt/M, als Gastprofessor u.a. in Harvard, Georgetown und Johns Hopkins/USA .Z.Z ist er „blockierter“ Zentralbankberater für Syrien und Irak.

Europas Rubikon in der Jungen Freiheit

Euro-Krise: Der Staatsbankrott Griechenlands ist unausweichlich / Die EU braucht ein neues Währungssystem

Wann der Staatsbankrott Griechenlands kommt und wieviele Milliarden er Anleger, Zentralbanken und Steuerzahler kostet kann niemand seriös und genau vorhersagen. Wieviel davon auf  Deutschland entfällt ist ebenfalls schwer zu beziffern. Die Schätzungen gehen von 25 bis über 70 Milliarden Euro bei einem kompletten Zahlungsausfall Griechenlands.

In einem Punkt sind sich Euro-Retter und -Kritiker aber einig: Die Behandlung des drohendem Staatskonkurs wird nicht nur entscheiden, ob Griechenland als freier, demokratischer Staat bestehen bleibt, sondern auch ob das Euro-System noch eine Überlebenschance hat. Rechtfertigt sein Erhalt die Kolonisierung des europäischen Mezzogiorno, oder muß es, nachdem es sich als nicht mehr reparierbar erweist, durch ein anderes, besseres ersetzt werden?

Im Jahrhunderte alten (und heute „privatisierten“) Gold-Standard versetzte die Entdeckung einer neuen Gold-Bonanza Staat und Gesellschaft jeweils in einen Fiebertaumel, setzte jedoch das betreffende Land nicht selten äußerer Begehrlichkeit und Einmischung aus. Im Inneren demoralisierte der Geldsegen die Gesellschaft und destabilisierte meist auch den Staat, nach außen verstrickte er das Land weit mehr in Kriege statt dem Frieden zu dienen. Das zeigt die Geschichte Spaniens nach Entdeckung der Neuen Welt, Australiens nach Thomas Cooks Reisen dorthin sowie die der USA nach den Goldgräberorgien von Kalifornien und Alaska. England nahm sich Südafrika zur Beute, nachdem sich dessen Wüsten als goldhaltig erwiesen hatten. Aufbegehrende steckte es in Concentration Camps, die ersten der Welt, lange vor Gulag und KZ.

Eine etwas andere Begleitmusik zu diesen Goldexzessen intonierte das damals goldarme Frankreich. Sein Staat (die Krone) erfand mit Hilfe eines schottischen Bankiers John Law das Papier-Gold, das seitdem die Welt bewegt. Der Staat gab goldgedeckte Aktien und Anleihen aus, für die es kein Gold gab, nur die vage Hoffnung auf seine Entdeckung am fernen Mississippi, wo es nie gefunden wurde. Offensichtlich sind Geschichte wie Realität das Wahrnehmungsproblem europäischer Politiker. Wo bleibt ihr Realitätssinn, ihre Lernfähigkeit? Oder fehlt es ihnen nur an Bildung und der notwendigen Sach-Kompetenz? Denn haargenau dasselbe hat sich im letzten Jahrzehnt mit Einführung des Euro in den südlichen Randstaaten der Euro-Zone ereignet, von Griechenland bis Portugal.

Was hat Europas Führung nicht alles beim Euro versprochen: von Helmut Schmidts Visionen von der „Großmacht Europa“ über Helmut Kohls Projekt von Europas „ewigem Frieden“ (à la Immanuel Kant) über Theo Waigels „zweiter D-Mark“ bis zu Angela Merkels „Alternativlosigkeit“ in Sachen Euro-Rettung („Scheitert der Euro, dann scheitert Europa“). Im Euro vereinen sich beide Stränge von Europas ältesten und fatalsten Geld-Irrungen und -Wirrungen.

Ausschaltung von Markt, Wettbewerb und Haftung

Man glaubte Geld – statt wirtschaftlicher und kultureller Austausch – bringe die Völker einander näher, „integriere“ sie. Stattdessen erntet man Undank, Gehässigkeit, Entfremdung. Man gab gutes und stabiles Geld wie die D-Mark Völkern, die es aufgrund ihrer Lebensentwürfe und -träume nur als Anreiz zu (mehr) Luxus statt Leistung (miß-)verstehen konnten. Jetzt macht man sie für das gratis servierte Gala-Dinner verantwortlich – statt sich selber. Nachdem die Wirte (Finanzmärkte) und ihre Kontrolleure (Rating-Agenturen) endlich aus ihrer Euro-Hypnose (ein griechischer Euro ist gleich einem deutschen) aufgewacht sind, kommt der Kellner mit der Rechnung. Er präsentiert die echten Kosten der Schlemmerei auf Pump: risikogerechte Zinsen und die daran ausgerichteten Kreditausfallversicherungen.

Die Traiteure sind total überrascht, daß die Gäste nicht zahlen können! Die Reaktion der Euro-Retter auf die von ihnen verursachte Krise ist ebenso bizarr wie welt- und systemfremd. Sie übernehmen die Methode afrikanischer Medizinmänner: Wenn das Thermometer gefährliches Fieber anzeigt, muß man es zerbrechen. Es ängstigt nur den Patienten. Deswegen hält man Finanzmärkte und Ratingagenturen am besten heraus aus dem Geschäft – sie machen alles nur schlimmer!

Die aufgelaufene Zeche und die Verluste kann man über Rettungsfonds (Steuergeld) und die Notenpresse (Inflation) „europäisieren“; „sozialisieren“ muß man sowas nicht mehr nennen. Etwas mehr Rechtsbruch, Ausschaltung von Marktwirtschaft, Wettbewerb und Eigenhaftung für Verluste – Europa hält das schon aus! Wirklich? Europas Politiker sind ratlos. Sollen sie die zechprellenden Gäste vor die Tür setzen? Oder sie die Rechnung in der Küche abarbeiten lassen, als Tellerwäscher? Das erste wollen sie nicht, das zweite klappt nicht. Aber es gibt ein Drittes, das immer geht: Die Gäste kochen wieder ihr eigenes Menu; es schmeckt ihnen und sie können es auch bezahlen.

Die sich selber bestens versorgenden EU-Berufspolitiker müssen erkennen: Der Euro kann nicht „koste es was es wolle“ (EU-Kommissionschef José Manuel Barroso) gerettet werden. Denn diese Kosten überleben weder die Retter noch die zu Rettenden; bei den einen geht es um die Dauer-Schäden der Inflation, bei den anderen um die noch viel verheerenderen der ihnen zugemuteten Deflation. Wenn die EU überleben will, braucht sie ein neues Währungssystem. Es könnte auch das alte EWS der goldenen Zeiten vor dem Euro sein. Europas muß diesmal den Rubicon in umgekehrter Richtung überschreiten.

Prof. Dr. Wilhelm Hankel war Leiter der Währungsabteilung des Wirtschaftsministeriums und Chef der Bank- und Versicherungsaufsicht. Er klagte mit Fachkollegen vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Griechenlandhilfe und den Euro-Rettungsschirm.

Interview mit Herrn Prof. Dr. Wilhelm Hankel in Kriesenfrei

krisenfrei.de
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Wilhelm Hankel,
laut wikipedia waren Sie von 1972-1973 Präsident der Hessischen Landesbank (Helaba). Ihnen wurde vorgeworfen, den Verwaltungsrat nicht rechtzeitig über die Milliardenverluste informiert zu haben. Daraufhin traten Sie am 17. Dezember 1973 von Ihrem Amt zurück.
Möchten Sie heute, nach fast 40 Jahren, dazu kurz Stellung nehmen?

Prof. Dr. Hankel
Man hat mir damals die Verluste vorgeworfen, die mein Vorgänger im Einvernehmen mit der damaligen Hessischen Landesregierung zu verantworten hatte. Ich bin nach gerichtlicher Richtigstellung entlastet worden. Da war ich längst Professor an der Harvard University in den USA.

krisenfrei.de
Sie waren ein vertrauter Mitarbeiter von Karl Schiller, der von 1966 bis 1972 Bundesminister für Wirtschaft und zusätzlich von 1971 bis 1972 Bundesminister der Finanzen war. Ohne Zweifel, er war einer der besten in diesen Ämtern, die die Bundesrepublik Deutschland je hatte.
Was meinen Sie, hätte Karl Schiller auch die Umstellung von der D-Mark zum Euro, wie seinerzeit Theo Waigel, mitgemacht? Und was würde er heute dazu sagen?

Prof. Dr. Hankel
Karl Schiller hat wenige Monate vor seinemTod in einem SPIEGEL- Artikel (m.E. 1994) die deutsche Politik und seine Parteigenossen beschworen, die Finger vom Euro zulassen. Deutschland würde sich daran verheben und Europa auch.

krisenfrei.de
Angenommen, Herr Dr. Philipp Rösler (Wirtschaftsminister), der überhaupt keine wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung hat, oder Herr Wolfgang Schäuble (Finanzminister) würden zu Ihnen kommen, um Ihren Rat einzuholen.
Was würden Sie diesen Bundesministern raten?

Prof. Dr. Hankel
Die Politiker sollten nicht immer von “Schuldentragfähigkeit” sprechen. Europa ist kein Konstrukt für Ingenieure. Es geht um das, was den Menschen zugemutet werden kann – bei Rettern wie den zu Rettenden. Das ist in beiden Fällen zu viel. Wem nützt es, wenn die Ertrinkenden ihre Retter in die Tiefe reißen? Bei Austritt aus der Euro-Zone können sich die überschuldeten Euro-Länder selber helfen, siehe Fälle wie Argentinien, Mexico, Russland, Ukraine oder die meisten EU-Länder, die nicht im Euro sind (Schweden, Polen u.a.)

krisenfrei.de
Sie sind der Euro-Kritiker der ersten Stunde. Damals schon, vor Einführung des Euro haben Sie vor den Gefahren gewarnt. Gab es seinerzeit überhaupt einen Politiker, der Sie um Ihren Rat gebeten hatte?

Prof. Dr. Hankel
Nur solche, die entweder jedem Gespräch mit mir auswichen, oder die mich anpöbelten (“Anti-Europäer”, “DM-Nationalist”, “Sozialromantiker”)

krisenfrei.de
Wenn es nach Ihnen ginge, sollte Deutschland wieder die D-Mark einführen. Unsere Bundeskanzlerin, Frau Dr. Merkel, sagt aber: “Scheitert der Euro, scheitert Europa.“ Ist es wirklich so?

Prof. Dr. Hankel
Frau Merkels Mantra gilt umgekehrt: “Europa scheitert am Euro”. Wann gab es jemals soviel Spannungen, Missgunst und Unfrieden unter den Europäer nach 1945 wie jetzt? Der Euro ist kein Friedensprojekt für Europa; er polarisiert und weckt den schäbigsten nationalen Eigenutz: Deutschland soll für alle zahlen. Dabei tut es das seit der Euro-Einführung. Ohne Deutschlands Leistungsbilanzüberschüsse schreibt die Euro-Zone (mit Ausnahme der Niederlande, Luxemburgs,Österreichs und Finnlands) tiefrote Zahlen und der Euro wäre längst am Ende. Deutschland profitiert nicht vom Euro, es zahlt für ihn. Jetzt soll aus der privaten Transferunion eine aus Steuermitteln finanzierte werden. Nur eine Rückkehr zu nationalen Währungen kann diese – inzwischen vom Bundesverfassungsgericht untersagte – “Automatik” stoppen. Doch Frau Merkel scheint das nicht zu kümmern.

krisenfrei.de
TARGET2 (Trans-European Automated Real-time Gross Settlement Express Transfer System) ist seit 19. November 2007 das gemeinsame Echtzeit-Brutto-Clearingsystem RTGS des Eurosystems (Europäisches System der Zentralbanken). Das Target2-Saldo der Deutschen Bundesbank liegt bei etwa 500 Mrd. Euro (Quelle).
Was genau bedeutet dieser Saldo? Können Sie kurz und für jeden leicht verständlich erklären, worum es hierbei geht?

Prof. Dr. Hankel
Target II ist ein technisches Label für die automatische Zurückschleusung von Fluchtgeld aus den Schuldenstaaten der Euro-Zone in diese zurück: über Bundesbank und EZB. Leider beteiligt sich die Bundesbank daran, obwohl ihr Präsident die “Monetarisierung von Staatschulden” öffentlich kritisiert. Dies ist eine indirekte und geräuschlose!

krisenfrei.de
Alle Staaten in Europa stecken im Schuldensumpf. Die einen mehr, die anderen weniger. Der größte Auslandsschuldner der Welt ist die USA. Überall werden Sparprogramme aufgelegt (s. Spanien, Griechenland, Portugal, Italien … usw.). Die geringen Wachstumsraten (niedrige Löhne, schwache Binnenkonjunktur …) lassen nicht zu, dass die Schulden jemals zurückgefahren werden können.
Müssen wir in den nächsten Jahren mit einer massiven Inflation oder sogar mit einer Hyperinflation rechnen?

Prof. Dr. Hankel
Mit Inflation und Deflation gleichzeitig, einer sog. Stagflation. Zur Zeit findet die Inflation an den Kapitalmärkten (“asset inflation”), die Deflation an den Arbeitsmärkten fast aller Euroländer statt, mit Ausnahme Deutschlands, der Niederlande, Luxemburgs und der skandinavischen Länder. Solange Deutschland zahlt, hält es diese Schulden-Union zusammen. Das Ende der Euro-Union kommt, entweder wenn die Schuldenländer beschließen, ihre Arbeitslosigkeit mit eigener Währung und eigenen Programmen zu bekämpfen, was sie sollten – oder wenn Deutschland nicht mehr zahlt: der Bankier selber Konkurs anmelden muss.

krisenfrei.de
In den deutschen Medien liest und hört man immer wieder, dass der Euro die deutsche Wirtschaft beflügelt hat. Toll, das reale Arbeitseinkommen aber stagniert bzw. ist inflationsbereinigt rückläufig. Ist das nicht ein Widerspruch an sich? Wie kann es sein, dass die deutsche Wirtschaft brummt und die Binnenkonjunktur lahmt?

Prof. Dr. Hankel
Nicht die deutsche Wirtschaft brummt, die deutsche Exportindustrie, doch nicht in Euroland, sondern draußen in der Welt. Der Exportanteil der Euroländer ist mit +/- 40 Prozent seit der Euro-Einführung konstant. Opfer der Euro-Politik ist der deutsche Mittelstand – er stellt mehr als zwei Drittel aller Arbeitsplätze. Er zahlt die höchsten Zinsen, denn die Banken bürden ihm ihre hohen Euro-Rückstellungen und Kreditausfälle auf. Und er leidet unter der Stagnation der Binnen-Nachfrage darunter, dass seit der Euro-Einführung die Masseneinkommen auf der Stelle treten, während die Gewinne (besonders im Finanzsektor) explodieren. Gewerkschaften wie Mittelstandspolitiker versagen als Interessenverteter kläglich – vermutlich weil sie Euroblind sind und die volkswirtschaftlichen Konsequenzen einer nicht-mehr-nationalen Währung nicht duchschauen.

krisenfrei.de
Herr Prof. Dr. Hankel, zusammen mit anderen Professoren haben Sie das Buch, Das Euro-Abenteuer geht zu Ende, herausgebracht. Sie und die anderen Autoren warnen in dem Buch davor, dass der Euro den Frieden und den Wohlstand in Europa vernichtet, sowie vor den Lügen der Politiker von der „Euro-Rettung“.
Glauben Sie wirklich, dass das Euro-Abenteuer bald zu Ende geht, oder ist es nicht wirklich schon zu spät?

Prof. Dr. Hankel
Das Euro-Abenteuer ist ein Spiel mit der Demokratie. Mit dem Euro endet die Demokratie in Europa, denn mit dem Euro und seiner Rettung durch eine Transferunion geht die Macht entweder auf die EU-Kommission oder die bereits etablierte Nebenregierung der Euro-Retter über (Euro-Gruppe, Rettungsfonds). Parlamente und Regierungen nicken dann nur noch ab.
So paradox es klingt und so unwürdig es ist: Finanzmärkte und Rating-Agenturen retten die Demokratie, indem sie das Euro-Abenteuer beenden.

krisenfrei.de
Ich kann es mir, ehrlich gesagt, kaum vorstellen. Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass Politiker nur äußerst selten Fehler eingestehen.
Was muss geschehen, damit die Politiker, die auf ihrem hohen Euro-Ross sitzen, zugeben, dass der Euro gescheitert ist?

Prof. Dr. Hankel
Man muss sie nur abwählen. Leider fehlt es derzeit noch an personellen wie parteipolitischen Alternativen. Europa braucht nicht nur zornige junge Männer und Frauen, sondern auch „elder statesman“ mit Erfahrung. Leider ist diese Generation von Ausnahmen abgesehen mit dem Europa-Virus infiziert.

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Unsere Bundeskanzlerin, Frau Dr. Merkel, ist (noch) gegen Euro-Bonds. Die SPD ist dafür. Was glauben Sie, werden die Euro-Bonds kommen? Bestünde dann nicht sogar die Gefahr, dass Deutschland den Triple-A Status verlieren könnte und noch höhere Zinsen für die Schulden zahlen müsste?

Prof. Dr. Hankel
Die Anleihen des ESFS sind bereits Eurobonds. Die Frage ist: Werden sie auf Dauer auch gekauft? Deutschland verliert seinenTriple-A-Status, wenn sein Export in der Welt-Rezession einbricht und sein Schuldenstand weiter so ansteigt wie bisher.

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Während eines Vortrages im Sommer 2011 in Wien sagten Sie: „Meine Damen und Herren, ich bin sehr bewegt, ein so volles Haus finde ich nicht in Deutschland …“
Warum nicht? Sind Sie als deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Euro-Kritiker bei Veranstaltungen zu wirtschaftslichen Fragen in Deutschland nicht willkommen?

Prof. Dr. Hankel
Kritiker sind keine Demagogen. Man liebt sie nicht, obwohl sie das Beste wollen: Schaden von anderen Menschen abwehren. Deswegen bewegt es mich, wenn das honoriert wird.

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Auf dem o.g. Kongress sagten sie weiter: „Eine Währung, die gerettet werden muss, ist keine Währung!“ Sie haben diese Aussage in Ihrem Vortrag auch näher konkretisiert, aber mal ehrlich. Für wie gefährdet sehen Sie die Ersparnisse der EU-Bürger im Euro?

Prof. Dr. Hankel
Die Gefahr für unsere Ersparnisse wächst mit jeder weiteren Billion von Staatsschulden. Wie kann die ins Grundgesetz gestellte “Schuldengrenze” greifen, wenn die Euro-”Rettung” zur Übernahme immer weiterer Schulden zwingt: Staatsschulden, Bankschulden und zur Verhinderung drohender Konkurse bei beiden? Mit jeder weiteren Schulden-Billion wächst die Versuchung, das Problem. Wie in Deutschland zwei mal schon gehabt, über Inflation mit nachfolgender Währungsreform zu lösen. Daher fliehen die Menschen verständlicherweise aus Papier-Vermögen in echtes Sach-Vermögen: Immobilien, gute Aktien, Edelmetalle. Vorsorge ist besser als böse Überrraschung!

krisenfrei.de
Herr Prof. Dr. Hankel, abschließend noch eine Frage. Einige Euro-Staaten haben inzwischen Staatsschulden von ca. 100 Prozent zum BIP oder z.T. weit darüber angehäuft.
Gibt es für diese Staaten überhaupt noch eine Chance, aus dem Schuldenschlamassel herauszukommen oder sollten diese Staaten besser sofort in die Insolvenz gehen, wie es Argentinien 2002 vollzogen hat?

Prof. Dr. Hankel
Ich rate, gerade im Hinblick auf Argentinien und andere Sanierungsfälle, zu etwas anderem: Lösung vom Euro, Umtausch aller Euro-Forderungen und -schulden 1:1 in nationale Währung und anschließend Neufestlegung der Wechselkurse: Abwertung für die Schuldenländer, Aufwertung für ein Gläubigerland wie Deutschland. Die einen könnten mit der Drohung, die Auslandszahlungen einzustellen, einen “haircut” erzwingen, wie Argentinien und andere. Ein Gläubigerland wie Deutschland bekäme die Chance, seine Staatschulden in Euro in harter D-Mark billig zurück zu zahlen.
Doch dieses Programm sucht noch immer seine Politiker, nicht nur in Deutschland.

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Herr Prof. Dr. Hankel, ich bedanke mich recht herzlich bei Ihnen für dieses aufschlussreiche Interview.
Hoffen wir, dass die Politiker noch zur rechten Zeit Vernunft annehmen und Europa nicht ins Chaos stürzen.

Dieter Sordon (www.krisenfrei.de)

Dieses Interview steht jedem frei zur Verfügung – auch den freundlich gesinnten Regierungs-Medien! Wobei ich allerdings nicht glaube, dass weder die Printmedien noch die TV-Medien dieses Interview mit Herrn Prof. Dr. Wilhelm Hankel der Öffentlichkeit zugänglich machen werden.
Sei’s drum, Hauptsache in der Blogger-Szene wird es vielfach weitergegeben. Die System-Medien haben sowieso nur noch die Aufgabe, Lügen unter’s Volk zu verbreiten.
Und vielen Dank nochmal an Herrn Prof. Dr. Wilhelm Hankel.
Dass gerade er mit seiner kritischen Meinung zum Euro für die deutschen System-Medien ein rotes Tuch ist, sagt ja wohl alles!

Einladung zur Finanztagung “Ja zu Euro und Europa – Sanierer zeigen Auswege”

Ich lade Sie herzlich zur Finanztagung “Ja zu Euro und Europa – Sanierer zeigen Auswege” ein.

Die Tagung findet am 2. Dezember 2011, von 9.00 – 17.30 Uhr im Hotel Adlon Kempinski Berlin, Unter den Linden 77, 10117 Berlin statt.

Kostenbeitrag: 45 Euro (inkl. Mittagessen und Erfrischungsgetränke).

Anmeldung unter md@supplinburg.de.

Moderation: Carlos A. Gebauer, Rechtsanwalt und Autor

Zu Lösungswegen aus der Krise und deren politischer Umsetzung werden sprechen:

Beatrix von Storch, Sprecherin der Zivilen Koalition e.V.
Andrea Prym-Bruck, Unternehmensberaterin, Gründungs- und Kuratoriumsmitglied der Stiftung Familienunternehmen
Prof. Dr. Wilhelm Hankel, Wirtschaftswissenschaftler und Währungsspezialist
Prof. Dr. Eberhard Hamer, Vorstand Mittelstandsinstitut Niedersachsen e.V., Vorsitzender Deutsche Mittelstandsstiftung e.V.
Dirk Müller, Bankkaufmann und Börsenhändler, “Mr. Dax”
Frank Schäffler, MdB – FDP
Prof. Dr. Thorsten Polleit, Frankfurt School of Finance and Management
Prof. Dr. Dr. habil. Markus C. Kerber, TU Berlin

Nähere Informationen zur Tagung und zum Programm finden Sie hier.

Ich würde mich sehr freuen, Sie am 2. Dezember in Berlin zu sehen!

Mit besten Grüßen,

Ihr Wilhelm Hankel

Anmeldung:
Ihre Anmeldung erbitten wir mit dem  per E-Mail md@supplinburg.de.

Teilnahmekosten:
45,- Euro. Zahlbar nur bei Einlass an der Tageskasse
(inklusive 19% Mehrwertsteuer, Mittagessen und Erfrischungen)

Veranstalter:
Supplinburg – events for change, Postfach 600 707, 14407 Potsdam,
Tel. +49 (0)331-2009913, E-Mail: md@supplinburg.de

Das Ende der Euro-Illusionen Interview mit John Lanta

Lanta: Der Spiegel titelt mit einer kaputten Euro-Münze und fragt: Was jetzt? Wie schlimm ist die europäische Währungs- und Finanzkrise?

Hankel: Endlich verfügt die Öffentlichkeit über ein klares Bild der Situation des Euro – nämlich die Bewertung durch die Finanzmärkte, statt mehr oder minder zweckbestimmter Kommentare durch Regierung, Medien und den Spiegel. Endlich verfügen wir nämlich über ein objektives Thermometer über den Stand des Euro-Fiebers, der Staatsverschuldung und der Fehlinvestitionen der Banken sowie der damit verbundenen Kreditrisiken. Jeder kann das jetzt an den durch die einzelnen Krisenländer zu zahlenden Zinsen und Kurssicherungskosten zweifelsfrei ablesen. Denn die Märkte sind endlich aufgewacht aus der gefährlichsten aller Euro-Illusionen: als ob die verschiedenen Euro-Länder gleiche Bonität und gleiche Kreditwürdigkeit besäßen. Es gehört zum Irrationalismus deutscher Politik gerade jetzt, wo das Fieberthermometer funktioniert, es außer Kraft setzen oder gar abschaffen zu wollen. Auch afrikanische Buschmänner handeln nach dieser Logik: Wenn man  das Fieberthermometer zerbricht, ist das Fieber weg und der Patient wird gesund!

Lanta: Wo steht es und wie sind die Aussichten des ESFS?

Hankel: Der so genannte Rettungsfonds soll mit einem Eigenkapital von 28 Millionen Euro an einem Ausleihungsvolumen von 400 Milliarden Euro funktionieren. Das wäre  eine Haftungsquote von 0,007%! Die ersten Quittungen hat er ja schon bekommen: Weder werden seine Anleihen zügig gekauft, noch zu deutschen Zinssätzen. Der Fonds musste erst kürzlich das Doppelte des vergleichbaren deutschen Zinssatzes zahlen. Es ist mir schleierhaft, wie man glauben kann, dass ein Fonds, der Schrottanleihen kaufen soll, seinen AAA-Status behalten kann.

Lanta: Eurobonds oder EZB-Käufe von Schrott-Anleihen: Was empfehlen Sie?

Hankel: Weder das eine noch das andere. Sowohl das Bundesverfassungsgericht als auch die Bundesbank verbieten Eurobonds. Das Bundesverfassungsgericht, weil eine Finanzierung von Staatsdefiziten über Eurobonds zu einer unbegrenzten Übertragung von deutschen Staatseinnahmen an das Ausland führen würde – und diese Automatik hat das Gericht verboten.

Eine Finanzierung von Schrottanleihen über die EZB, das hat Bundesbankpräsident Weidmann erst kürzlich unmissverständlich klargestellt, zerstört die Währung und damit den Kredit Europas an den internationalen Finanzmärkten. Deswegen bedeutet der Kauf von Schrottanleihen durch die EZB keine Rettung des Euros sondern ist der sicherste Weg in seinen Untergang.

Lanta: Wie bewerten Sie die französische und die englische Politik in dieser Lage?

Hankel: Die französische Politik ist von der Angst um das eigene Bankensystem geprägt, denn Frankreichs Banken sind in Griechenland am stärksten exponiert. Englands Haltung zur Eurokrise spiegelt natürlich auch die Interessen dieses Landes wider: Es hat seine eigene nationale Währung und will sie auch behalten. Deswegen tut Frau Merkel gut daran, sich mehr an der englischen Sicht als an der französischen zu orientieren, denn auch Deutschland muss zurückfinden zu seiner nationalen Währung.

Lanta: Was sollte die Bundesregierung Ihrer Ansicht nach tun?

Hankel: Viel engeren Schulterschluss mit England als mit Frankreich suchen. Eine Lösung der Eurokrise auf der Grundlage nationaler Währungen würde die verhängnisvolle Spaltung Europas in Euro- und Nicht-Euroländer beseitigen.

Lanta: Können wir uns das als Exportland erster Klasse leisten?

Hankel: Und ob! Deutschlands Wirtschaft beginnt langsam zu begreifen, dass Exportstärke und Exportleistung und eine schwache Währung nicht zusammengehen. Unser Nachbar Schweiz zeigt gerade, was er mit seiner starken Währung leisten kann: den billigen Einkauf von hoch rentablen Produktionsstandorten im Ausland.

Lanta: Aber es heißt doch, dass die neue alte Mark sofort unter einen riesigen Aufwertungsdruck käme…

Hankel: Das wäre wunderbar, dann könnten Schäuble oder seine Nachfolger Deutschlands Billionen Euro-Staatschulden billig tilgen.

Lanta: Am kommenden Freitag, den 2. Dezember 2011, findet im Berliner Hotel Adlon eine Tagung mit hochrangigen Finanzexperten wie Ihnen und weiteren Professoren wie Kerber, Hamer vom Mittelstandsinstitut und Polleit von der Barclays Bank Deutschland statt. Wozu dient diese?

Hankel: Einer besseren Information als beim Spiegel! Diese Tagung soll einer breiteren Öffentlichkeit verständlich machen, worum es in Wahrheit geht. Unsere Bürger müssen auf gesicherter Grundlage entscheiden können, wie sie sich und ihre Vermögen vor den Folgen des Euro-Wahnes schützen können. Ihnen wird doch in Sachen Euro permanent blauer Dunst vorgemacht! Alle Redner sagen erstmals genau, was geschehen muss, um dauerhaft aus der Krise herauszukommen – und begründen mit diesem Tag eine engere Zusammenarbeit. Das soll diese Bundesregierung unter Druck setzen.

Lanta: Wer kann zu dieser Veranstaltung kommen?

Hankel: Jeder ist willkommen. Es geht jeden von Ihnen an, es geht um unsere Zukunft und die unserer Kinder.

Brief an Herrn Spandau von Prof Hankel

Sehr geehrter Herr Spandau ,

falls Sie der Herr sind, an den ich mich nach 14 Jahren dunkel erinnere, müssten Sie heute in dem Alter sein, in dem Kants Wort “aude sapere” gilt. Leute, die wie die Vortragsverhinderer von Bielefeld Meinungsterror ausüben, sind die wahren Nachfahren der Nazis und íhre heute zu verhindernden  Wegbereiter für die Zukunft. Auch das Dritte Reich begann mit Meinungsterror dieser Art aus dieser politischen Ecke. Ich war damals schon auf der Welt und weiß allzu gut und genau, was ich damals erlebenmusste, sogar in der eigenen Familie.

Es kommt mir seitdem nicht darauf an, bei wem ich spreche und wo, sondern einzig und allein was ich sage. Das hat sich seit Sie mich kennengelernt haben, nicht im Geringsten geändert. Für andere gilt das nicht. Und für Sie?

Bitte teilen Sie Ihren Freunden mit, dass ich gegen sie und ihre Pressions- , nicht Presseorgane Verfassungbeschwerde einlegen werde. Denn sie sind die wahre Gefahr für Freiheit und Toleranz in unserer Gesellschaft, nicht die meinungsoffene Ideen-Werkstatt einer Burschenschaft an der Universität, an der meine Enkelin studiert..

Freundliche Grüsse

Wilhelm Hankel

Brief an Herrn Springmann der Prof. Hankel bedroht

Sehr geehrter Herr Springmann,

wenn man selber nicht als Nazi oder Wiederbeleber nazistischen Meinungsterrors gelten will, greift man nicht auf deren Methoden zurück. Ich halte das, was Sie schreiben oder sogar vorhaben, für unerträglich und für unvereinbar mit unserer Verfassung (Art.2 GG) und den elementaren Prinzipien unseres Rechtsstaates, die da heißen Meinungsfreiheit und Toleranz. Ich werde daher gegen Sie und Ihre Hintermänner Rechtsbeschwerde einlegen und die Veranstalter veranlassen, Polizeischutz für meinen Vortrag anzufordern.

Ich werde den Tenor meines Vortrages ändern und aus meiner Jugendzeit berichten. Ich stamme aus einer Familie mit jüdischem Hintergrund und weiß aus schrecklichem Erleben, was Ihre Vorbilder nicht nur meinen Angehörigen angetan haben. Ich werde es nicht hinnehmen, dass Sie und Ihre Gesinnungsgenossen diese schreckliche Tradition fortsetzen; denn der Meinungsterror geht jedem physischen Terror voraus! Das Gedenken an all das Leid, was die Nazis Menschen in Deutschland und Europa zugefügt haben, verpflichtert mich, Leuten wie Ihnen und Ihren Methoden – einschließlich der von der  örtlichen Presse ausgehenden Pressionen mit allen Mitteln unseres Rechtstaates. Sie scheinen diese oiffenbar so wenig zu kennen wie mich.

Ich spreche nicht für die Einlader, sondern bei ihnen und vor meiner Enkelin, die an der Bielefelder Universität studiert. Bei mir gilt, was ich sage und nicht wo und bei wem. Und das nicht erst seit heute.

Wer das nicht auseinander halten kann, sollte besser schweigen als dokumentieren, was ihm alles fehlt: außer Anstand auch noch der Verstand.

Vielleicht wächst ihnen beides mit dem Alter noch zu.

Das wünsche ich Ihnen von Herzen.

Ihr Wilhelm Hankel.

Angst um den Euro-was passiert mit unserem Geld? Freie Wähler laden Währungsexperten zum offenen Informationsgespräch ein

Eurokrise und kein Ende: jeden Tag gibt es neue Schlagzeilen über weitere Hilfskredite und Euro-länder in der Krise. Immer mehr Menschen beschäftigt die Sorge um den Euro. Die Freie Wähler Landtagsfraktion hat daher auf Initiative von MdL Jutta Widmann einen Währungskritiker zu einem Informationsgespräch nach Straubing eingeladen:  Prof. Dr. Wilhelm Hankel. Der renommierte Volkswirtschaftler ist seit Jahren ein Währungskritiker und klagte bereits  mit einigen Kollegen vor dem Bundesverfassungsgericht gegen weitere Griechenlandhilfen. Prof. Dr. Hankel hat seine berufliche Laufbahn bei der Bank deutscher Länder, dem Vorgänger der Bundesbank, begonnen. Später war er unter anderem im Auswärtigen Amt und im Wirtschaftsministerium tätig, lehrte als Gastdozent  in Harvard und stand an der Spitze der Hessischen Landesbank. Seit einigen Jahren übt er rund um den Globus Beratertätigkeiten aus, rund zwei Dutzend Regierungen der Dritten  Welt holten bisher in Währungsfragen seinen Rat ein.

In Straubing wird Prof. Dr. Hankel am Dienstag, den 25. Oktober ab 18.30 Uhr im Hotel ASAM, Raum Cosmas-Damian, Wittelsbacherhöhe 1, 94315 Straubing, zuerst einen Überblick über die Hintergründe, Probleme und Gefahren der Eurokrise geben, bevor er sich den Fragen des Publikums stellt. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich willkommen, der Eintritt ist  frei.

Anmeldung unter:

FREIE WÄHLER LANDTAGSFRAKTION

Abgeordnetenbüro Jutta Widmann

Neustadt 519

84028 Landshut

Tel:      +49 (0) 871 6606 003

Fax:     +49 (0) 871 96 59 369

E-Mail: jutta.widmann@fw-landtag.de

RESCUING PLANS FOR THE EURO OR FIGHTING FOR A BETTER EUROPE? Rede dor dem Europaparlament

I . The hard core of the present crisis: a monetary referendum against the Euro

The mess about the Euro could not be greater.  Outsider still see the Euro stronger than the Dollar, insider on the edge of an abyss. Confusion prevails the debate. It is a failure of  currency,  of over-indebted  and therefore failing states, of undercapitalized  banks,  unable to compensate  impending, but unavoidable  losses  or of a policy, which instead of giving answers to these questions only drags out the  problems –  buying time, but not knowing for what?

The real facts behind the excitement could not be more “normal”. The occurrence of the money and financial markets demonstrates two things: the growing fear of more and more people of the near bankrupt states to lose their money and savings and the growing incredibility of the present politics in mastering  this problem. After a long period of sleeping and believing in the soundness and cohesion of the “union” the markets re-activated their original function: reflecting the real risk-temperature  in a money and financial society, being their thermometer. Therefore the rising and widening spreads for interest-rates as well as for investment assuring costs  in these countries – especially sovereign bonds – can’t  be explained and denounced in a manichaeing way as a  “malevolent speculation” of  profit-greedy banks and financial profiteers. What happens  is a monetary  referendum.  People try to direct their money in a safe haven and find here a stable anchor ground for them. In the same way seek entrepreneurs to avoid or to minimize their imminent losses.  All these people regard and use their money as a paper ballot to vote against a policy they do and can not trust. This confirms one of the earliest, but now obviously repressed findings of  economics: If the there is a conflict between political power and economic laws, it is always the economy that wins and not the policy.

It was one of the founder of the legendary Vienna School of Economics, Eugen von Böhm-Bawerk, who 100 year ago  formulated  this insight : in his famous essay  “Macht oder ökonomisches Gesetz”, Wien 1913. It should be declared as compulsory lecture for every politician and trade union leader of today. Not only in Europe.

How such a situation in Europe  could arise, that a common currency no longer is regarded by the commons as their currency?  The answer is lying in the start. Twelve year ago, after introduction of the Euro then for 11 European states instead of 17 now, the weaker group among them in the South of newly created “Euro-Country” (Greece, Italy, Spain, Portugal, even France) required the same creditworthiness and the same ratings by the financial markets as their stronger partners in the North, the  former members of the “D-Mark-Block” (Germany, Netherlands, Luxemburg, Finland, Austria). Being now a Euro-country their interest-rates fell down from two-decimal levels to one-decimal (“german”) ones and discharged their national (“primary”) budgets about billions of interest payments on their  public debts: in Italy of about 70 Billions yearly on a debt of then 120 Percent of GDP.

Instead of using the new leeway in their budgets for reducing public debts and burden, they misused it for further extending  public expenditures and financing economic expansion.

It was the gift of a monetary union: if exchange rates among the group members are 1:1 and  equal to each other (one Greek or Italian Euro = one German or Dutch Euro) than also interest-rates tend to become equal, they seem to  contain the same (equal) monetary risks. But after 10 years the  monetary veil tears, or better: the monetary doping  of the  “cheap” Euro-credit-card lost its effect. The former weak-currency-countries of the South had to stop its continuously  “living beyond  their means”. Their signature on their  Euro-credit-card were no longer honored. Why?  Due to the longtime “negative” interest-rates and over-valued foreign exchange they had been became over-inflated and over-debted. The imported money and credit from outside their countries and far above their internal savings had financed and fueled a process of permanent domestic over-consumption, extension of  public expenditures and increase of private wage-unit costs. (In 10 years in Greece about 76 Percent against 0.9 percent in Germany!) They had been risen faster than the overall-average of their partners in the North. With outbreak of the Greek crisis (autumn 2009) global financial community as well as policy and public in Europe  realized the new situation. They discovered – very late – the “built-in destabilizer” of a common money union, the easy and noiseless way towards public and private indebtedness and the danger of defaults – and they reacted.  Since then the spreads of interest rates and costs of contingent policy papers (CDS, CDO  and other derivatives) rise and diverge. Since then the markets fullfil their job: identifying the existing risks of Euro-investments and -bonds and of their issuer – and the menace of their imminent insolvency.

II. The Euro – the new European Idolatry?

But instead of thinking about the necessary and unavoidable steps of reforms European policy makers decided to rescue the system. They denounce markets and actors   as “malevolent speculators”, being interested only in profits at cost of the common best and the performance of the Euro? The thermometer caused the illness instead of revealing its symptoms. And still more stupid: If we break it, the illness will fade away!

As I explained during the hearing of the German Constitutional Court on occasion of the  complaint against the rescue plans for Greece and the other countries: Without these rescue funds  Europe never would had been confronted with the challenge of the present Euro-crisis. Without this dubious “support” Greece would be on the road to self-help and readjustment.  The only chance for Greece is leaving the Euro-Union and to go back to its old and then new Drachme; domestically it should exchange Euro against Drachme in relation 1:1  (in order to avoid internal default and costly compensations), but externally is has  to devalue it , in order to regain the  lost competiveness and export potential. To get a substantial  “haircut” from the country’s  foreign creditors can be taken for sure, because the creditors had no other chance as to offer it, for otherwise Greece could stop transfer payments to abroad. In  800 similar cases in 3000 year of monetary history this scenario has been tested. The last successful cases were countries like Mexico, Argentina, Russia or Ukraine.

Why insist the officials of EU, ECB and politicians of leading Euro-countries (in debtor- as well as creditor countries) so stubbornly on their Euro rescue plans and reject all professional advice, expertise and historical lessons? Why do they risk in creditor countries like Germany and France  the confrontation with their constituency  and waist billions of public money neglecting the fatal costs and  consequences  for society, economy, saver and taxpayer of this and the next generation?   Why they ignore the obvious danger that the drowned nations pull their rescuers into the same deadly depth? And in the debtor countries:  Why their leaders accept the socially explosive and economically counterproductive conditions of the offered help, which is pushing her economies deeper and deeper in the crisis: for long time defeating economic growth and social welfare and generating an incurable unemployment, especially for the youth?

The Euro, a money sharing its function with each other in world, namely to serve mankind and economy instead of dominating it, is becoming old Europe’s new idol. For that  Europe’s policy maker put at disposal the oldest and most venerable traditions and hardest won achievements of the continent:  the freedom of people, their constitutional and property rights, the national welfare state and the principle of  “pacta sunt servanda” and not violating them by political opportunity?  Why Europe’s politicians believe so uniformly in TINA: there is no alternative, a formula which Germany’s  chancellor Angela Merkel repeats and turns  like a Tibetian prayer-mill?

III. The truth behind EURO-rescuing: Lobby interests, Downkeeping Germany and the illusionary dream of the United States of Europe

It is not easy to find a conclusive explanation for this Euro- idolatry of  Europe’s  political establishment.  A least three partly overlapping reasons for that  can be distinguished:  first the belief pure micro-economic arguments have  macro-economic  relevance, a view which comes very near to see the problems with the eyes of the lobby, second taking the crisis as chance for the  EU and its organs to win new competences and third thinking  the crisis  proofs that Europe as an alliance of national and independent states only can survive in a global world of mega-states and –blocks, if it merges to the United States of Europe with  Euro and  a transfer-union as the mover to this final goal.

The financial as well as the export sector: both pursue with the Euro-rescuing  sector-egoistic aims. The financial sector needs liquid and solvent debtors, in order to prevent capital losses and fallings out. The export industry fears damages from a come-back  of national currencies and  their tentative  appreciations. The hitherto limited appreciation of the Euro, consequence of the big problems and financial risks in countries like Greece and the other, improves their chances on the global export markets . The first anxiety dominates in France , in Germany the second. . In both cases, lobbyistic  interests compete with  the common best, but can substitute them? It is the real domestic economy which has to pay the reckoning, especially the small scale enterprises, being depending from expensive banking credits and having their main markets at home instead abroad. Due to the Euro and the relative high-interest-policy of ECB they suffer under higher interest rates than their competitors outside the Euro-Zone and under the losses in real domestic demand as the consequence of stagnant or falling real incomes at home and dear imports. Small may be beautiful in reality: in competitive markets as well as textbooks, but not in the politics of the EU. The real victims of the Euro have no lobby and no voice in the public.

Germany with its economic strength and big surpluses in foreign current account is conditio sine qua non for the functioning of the EU-union. Without the German surpluses the rest of the Euro-Zone would write deep-red figures in current account internally as well as with the outside world. But indispensable or not: Germany remains for the rest of Europe a potential danger and clandestine ruler. This fear has grown since the re-unification of the country after the breakdown of the Soviet-Union at the edge of the 1990ties. The  Cold war transformed in the  Cold fear in case of Germany. Therefore the country has to be kept under the control of the EU and its institutions. Strange enough: But the leading politicians of Germany in all parties, represented in the parliament, share this view; the only exception are the last relicts from the old state party of the former DDR.

How this can be explained? How could an old culture nation like Germany so thoroughly forget its history and lose its long and laudable tradition? There is no simple answer to give. Germany after the catastrophic end of its heroic age had only the choice to re-start as a nonpolitical merchant nation. Its  come back after Second War became identical with its “Economic Miracle” and the hardest money of its history, the D-Mark.  What for Germany was a symbol for an irrevocable break with an unfortu-nate past gained for Europe traces of a new instrument of domination. Therefore the European community urged the reunified country and its leaders to give up the D-Mark for the Euro.  But now both sides can learn: It was a terrible mistake. It was easier for all other European nations to live with the D-Mark as  leading currency of Europe than to obey the rules of a common, centralised money. In relation to the D-mark they preserved their right to adjust their foreign exchange rates instead of subjugate the entire economy to the uniform conditions of a centralized currency, like the Euro. Even their open disregarding  of the agreed  rules brings not  back to them the lost freedom for own policies and measurements. The lesson is hard, but not to ignore. If a country is missing the right to print its own money and getting credit in last instance from its national central bank, this country stands with one leg in the realm of bankruptcy, which can be observed in the present crisis.                                              Instead of controlling the German giant and depowering its mighty central bank the  European nations lost with ECB, Euro and its maintenance the control over their own economy and domestic policy.  A great economist of last century: Milton Friedman was predicting this consequence and the ultimate wrecking of the European Monetary Union by saying: It is for all economies all the time easier to change only one price, namely the foreign exchange rate than all prices of the entire economy together. This is learning Europe now  in the present  crisis.

IV. The “United States of Europe”: only a new Soviet-Union ”light”. The better solution would be an European UNO

The idea to “use” the Euro-crisis as a fuel element to transform the EU into the “United States of Europe” (equipped not only with common money, but also taxes, debentures and bonds) can be regarded as even cynical as illusionary.  Cynically, it would erase nearly all achievements since the po “Enlightening” 250 years ago and the following political and social progress: the rights of parliaments, the governmental division of power, the national welfare state. Especially the Left would lose the fruits of the victories, won by their fathers and grand-fathers.  Europe would never become a copy of the USA, which form since their birth a “nation” with an unified “demos” having at disposal all necessary instruments to articulate the nation’s common will: constitution, legislation and a government for the whole country. Nor would this Europe ever be the mirror image of the former British common-wealth: an association of independent, democratic Nations. Due to the “Politbüro” at Brussels and its centralistic attitudes of governing would be nothing else as a new Soviet-Union “light”, with shadow parliaments in centrum and provinces and governments on local levels.

Maybe that some European leaders combine with the transfer-union in coming the hope the newly installed executive-organs EFSF and EMS could become the forerunner of such an European Mega-State – even his concept remains illusory. The funds, even if they were transformed to banks (according latest ideas) are not capable to finance the crisis “away”. Neither their “leverage” (refinancing  by  markets, banks or the ECB) nor the official guarantees and credits by the budgets are sufficient to cover the needs, if the capital flight out of the countries involved begins to run. Neither rating of funds becoming “bad banks” can be held, nor the budgetary support  can be given unlimited. Merely sooner than later begin in the creditor countries the constitutional brakes to seize. Repealing the  national constitutions requires everywhere in Europe referenda, even in Germany.  There is no chance to win such referenda in all 27 EU-member countries, at least not in the tradition-conscious ones, maybe only in some small.

Is there no model for reforming the present EU in an organ of general acceptance by all European nations and making it more efficient in terms of coordination of their policies?  It is available: The United Nations (UNO) as a Parliament of States and their Governments could it be. The UNO as world-system needs regional sub-systems in order to prepare and to structure the dialogue of nations on the global level. It is in the interest of Europe (like that of the other regionally organized groups of states) to speak with one voice instead with many.  If EU in this sense and direction could be “augmentted”: it would be on the right way. Europe would maintain its traditions, cultures, institutions and democracies; but nevertheless it could act as a community and “profiling” in the world.

V. And Europe’ monetary future?  An European Bretton Woods

How to solve Europe’s monetary crisis? The answer comes from the lessons of past. Europe’s best times economically and monetarily were the 40 years before the Euro: between 1958 (start of Common Market) and 1999 (introduction of the common currency). In the middle of this period (1979) came the “European Monetary System” (EMS) in function. Against its label: The EMS was not a monetary, but foreign exchange  union – like all other historical monetary agreements of former times: Bretton Woods, Gold-Standard,  Skandinavian’s Mint-Union, the  French-led Latin Mint Convention. The member states agreed with each other about the external monetary policy (levels of foreign exchange rates and their change).The responsibility for the inner money value and policy remained by the national states resp. their Central banks. None of these agreements violated or removed the nation-nal ability to act free and autonomous in terms of monetary policy at home. It was the ideal compromise between the interests of businessmen and of saver; the first needed stable outside-money, the latter stable inside-money.

With EMS came a new element in the play: A neutral unit of account as base for notification and calculation of the (intra-European) foreign exchange rates: the ECU (European Currency Unit).

ECU (a french idea) was sought as substitute for the D-Mark as calculation base for the inner- European exchange rate grid. Since D-Mark remained the leading currency in the Common Markets, ECU was only a “token” element of the system.

Nevertheless Europe can learn in the present crisis from ECU: This token European currency could not run in or create a financial crisis. It remained unchanged and stable “for ever”, even if some national currencies in Europe began to become weak. It was an “Euklidian” stability: If many units are equal to a third, they are also equal in relation to each other.

The lesson from this is very simple: The EU has to come back to an ECU-System under the title of “Euro”. It would be an EMS II, in which each country is represented with its own currency. The currency is linked with the EURO (instead of ECU) to each other EMS- currency, but their Governments are free to adjust its foreign exchange rate, whenever the country’s macro-economic conditions such require. Greece of today could devalue its currency and then start to restore the economy with a “Keynesian” economic growth- and development program. So could do Portugal, Spain, but even also Italy or France.

In this monetary Europe all nations are responsible for their own currency, their stability, internal value and the economic climate  in their country. All currencies together, based on a common accountting- unit form an European monetary block and network, which is internally flexible, but stable against the outside world. The members of this system have the freedom (and can keep it) to use their monetary instruments (interest and foreign exchange rates) in times and cases of national needs. No country would be subjugated – as today – to plagues, which result from a centralized system,neglecting different needs  and require  painful adjustment of the entire economy instead of only its foreign exchange rate. Keynes old dream of his (not the later realized) Bretton Wood could become truth. And this for an Europe at profit for all its countries. No unteachable Eurocrate fighting for sinecures could block this way out of Europe’s deepest crisis, making it free for a better future.